Irena Rüther-Rabinowicz – eine audiovisuelle biografische Annäherung | 12.9.2025, 20 Uhr Blaue Fabrik

Zu diesem Projekt wurden wir durch die Ausstellung „Jahrhundertzeugin.  Irena Rüther-Rabinowicz – Auf den Spuren einer jüdischen Künstlerin“, die im April bis August 2024 in der Städtischen Galerie Dresden gezeigt wurde, angeregt.

Irena Rüther-Rabinowicz war eine jüdische Künstlerin und gehörte zu den drei ersten Frauen, die 1919 an der Kunstakademie Dresden immatrikuliert wurde, wo sie zur gleichen Zeit wie Otto Dix studierte. Später wurde sie freischaffende Künstlerin. 1934 wurden sie und ihr Mann Hubert Rüther mit einem Ausstellungsverbot belegt. Da Hubert Rüther dem Druck der Nazis zur Beendigung ihrer Mischehe nicht nachgab, wurde sie nicht deportiert, jedoch nach der Pogromnacht 1938 für einige Wochen inhaftiert. Ab April 1943 wurde Irena Rüther-Rabinowicz zur Zwangsarbeit in einer Kartonfabrik verpflichtet. Am 16. Februar 1945 sollten die letzten in Dresden noch lebenden Jüdinnen und Juden in das KZ Theresienstadt deportiert werden. Der alliierte Luftangriff vom 13. Februar verhinderte die geplante Deportation. Nach dem verheerenden Krieg nahm sie als Künstlerin wieder am kulturellen Leben der Stadt Dresden teil und trat besonders als Porträtistin in Erscheinung. Irena Rüther-Rabinowicz starb 1979 in Dresden und wurde auf dem Friedhof in Loschwitz beerdigt.

Im Sandstein Verlag liegt eine von der Städtischen Galerie Dresden herausgegebene Monographie vor.

Beteiligte Künstler

  • Anna Quitzke: voice performance
  • Günter Heinz: music performance
  • Jo Siamon Salich: interactive visuals
  • Andre Bartetzki: sounds
  • music composition:  Andre Bartetzki und Günter Heinz

Wir bedanken uns für die Unterstützung und Anregungen durch Städtische Galerie Dresden, Dr. Johannes Schmidt, Richard Stratenschulte, Matthias Müller, Prof. Dr. Schröder, Ingo Bobe, Lucia Maria Kunz und allen weiteren Beteiligten.

Der Eintritt ist frei.

Gefördert vom Stadtbezirk Neustadt.