Nutzungs- und Betreiberkonzept veröffentlicht

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Gedenk- und Begegnungsstätte Alter Leipziger Bahnhof

Der Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof hat das von der Stadt Dresden beauftragte Nutzungs- und Betreiberkonzept für den künftigen Gedenk-, Bildungs- und Begegnungsort auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Dresden-Neustadt veröffentlicht. Das Konzept bildet die Grundlage für die weitere Planung und Umsetzung des Projekts, das die Stadt Dresden 2023 offiziell auf den Weg gebracht hat.

Im Mittelpunkt steht die Entwicklung des historischen Ortes zu einer Gedenk- und Begegnungsstätte, die sich der Geschichte der nationalsozialistischen Deportationen aus Dresden und Sachsen widmet und zugleich einen offenen Raum für kulturelle und gesellschaftliche Begegnung schafft.

Das Konzept sieht drei zentrale Säulen vor:

  • Gedenkstätte: Erforschung, Dokumentation und Vermittlung der Deportationsgeschichte sowie Einrichtung eines würdigen Ortes des individuellen und kollektiven Gedenkens.
  • Begegnungsstätte: Offener Raum für Austausch, jüdische Gegenwartskultur und die Kultur weiterer ehemals verfolgter Gruppen – ein „Gegenort“ zu Ausgrenzung und Diskriminierung.
  • Verkehrsgeschichtliche Präsentation: Ein ergänzender Bereich im Ringlokschuppen verknüpft die Geschichte des Bahnhofs mit den Ambivalenzen von Technik, Mobilität und Moderne.

Zugleich legt das Konzept Wert auf Inklusion, Diversität und Partizipation: Es bezieht zivilgesellschaftliche Initiativen, Vertreter*innen ehemaliger Opfergruppen und wissenschaftliche Expertise in die weitere Entwicklung ein.
Trägerin der geplanten Einrichtung soll eine Einkommensstiftung privaten Rechts werden, an der sich Stadt, Land und Zivilgesellschaft beteiligen.

Das vollständige Konzept kann ab sofort auf der Website eingesehen werden:
👉 https://alter-leipziger-bahnhof.net/konzept/