
Knotenpunkt Deportationen Dresden
Geschichtswerkstatt | 2026
Die Geschichtswerkstatt „Knotenpunkt Deportationen Dresden“ ist ein Projekt des Förderkreises Alter Leipziger Bahnhof und widmet sich der Geschichte des Alten Leipziger Bahnhofs als Ort nationalsozialistischer Verbrechen und Deportationen. Zwischen April und November 2026 lädt die Werkstatt in einem zweiwöchentlichen Turnus dazu ein, sich gemeinsam mit historischen Quellen, lokalen Erinnerungsorten und Fragen der Erinnerungskultur auseinanderzusetzen.
Im Mittelpunkt steht der Alte Leipziger Bahnhof als zentraler Ort der NS-Verfolgung in Dresden. Während des Zweiten Weltkriegs diente das Gelände als wichtiger logistischer Knotenpunkt der NS-Kriegswirtschaft und als Ausgangs- und Zwischenstation zahlreicher Deportationen. Von hier wurden unter anderem Jüdinnen und Juden aus Dresden und Ostsachsen in Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager verschleppt.
Die Geschichtswerkstatt versteht sich als offenes Forum für Forschung, Austausch und Vermittlung. Historiker:innen, Initiativen, Künstler:innen und zivilgesellschaftliche Akteur:innen stellen Projekte, Rechercheergebnisse und Quellenbestände vor und diskutieren diese gemeinsam mit den Teilnehmer:innen. Thematisch reicht das Spektrum von Biographierecherchen über Deportationen und Zwangsarbeit bis hin zur Erschließung lokaler Erinnerungsorte. Einige Termine finden als Rundgänge zu historischen Orten wie dem ehemaligen „Judenlager Hellerberg“, dem Goehle-Werk oder dem Neuen Israelitischen Friedhof statt.
Die Geschichtswerkstatt knüpft an das Ziel an, den Alten Leipziger Bahnhof zu einem lebendigen Ort des Gedenkens, der Forschung und der Begegnung weiterzuentwickeln. Die Veranstaltungen richten sich an historisch Interessierte, Studierende, Forschende sowie Menschen aus Initiativen und der Zivilgesellschaft. Ein Einstieg ist jederzeit möglich.
Download Flyer: — ALB-Geschichtswerkstatt-2026-Infoflyer.pdf —
Zeitraum:
01/2026-12/2026
Organisation:
Claudia Jerzak
Kontakt:
E-Mail: projekt[at]alter-leipziger-bahnhof.net
VERANSTALTUNGEN
Förderhinweis:
Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch die Stiftung Sächsische Gedenkstätten aus Steuermitteln auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

