Nachrichten und Informationen



  • Renate Aris und André Lang für ihr Engagment geehrt

    Renate Aris erhält Bundesverdienstkreuz Unser Ehrenmitglied Renate Aris erhielt am 3. März 2026 für ihr Engagement als Zeitzeugin das Bundesverdienstkreuz. In der Begründung der Sächsischen Staatskanzlei heißt es, sie sei „Brückenbauerin und gefragte Ratgeberin in der gesellschaftspolitischen Jugendbildung“ und verleihe „der Mahnung ›Nie wieder ist jetzt‹ eine starke, persönliche Stimme“. Zudem widmete sie sich intensiv dem Wiederaufbau der Jüdischen Gemeinde Chemnitz und der Integration jüdischer Zuwanderer, insbesondere durch den von ihr mitbegründeten Jüdischen Frauenverein. Renate hat den Förderkreis Alter Leipziger…



  • Geschichtswerkstatt „Knotenpunkt Deportationen Dresden“ startet

    Mit der neuen Geschichtswerkstatt „Knotenpunkt Deportationen Dresden“ lädt der Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof dazu ein, sich gemeinsam mit der Geschichte des Ortes und seiner Bedeutung im nationalsozialistischen Verfolgungs- und Vernichtungssystem zu beschäftigen. Zwischen April und November 2026 finden in einem zweiwöchentlichen Turnus Treffen statt, bei denen historische Forschung, lokale Initiativen und interessierte Bürger*innen miteinander ins Gespräch kommen. Ein historischer Ort der Deportationen Der Alte Leipziger Bahnhof ist ein zentraler historischer Ort nationalsozialistischer Verbrechen in Dresden. Während des Zweiten Weltkriegs entwickelte…



  • Gedenkort Alter Leipziger Bahnhof: Der aktuelle Stand

    Der Alte Leipziger Bahnhof ist einer der zentralen Orte der nationalsozialistischen Verbrechen in Dresden. Von hier wurden am 21. Januar 1942 etwa 300 jüdische Menschen ins Ghetto Riga deportiert, viele von ihnen später ermordet. Über Jahrzehnte lag dieser Ort abseits der öffentlichen Wahrnehmung – räumlich wie politisch. Das Vergessen war bequem. Dass sich das geändert hat, ist dem Engagement vieler Menschen zu verdanken sowie dem unermüdlichen Einsatz von Renate Aris, heute 90 Jahre alt, Holocaust-Überlebende und eine der letzten Zeitzeuginnen…



  • Pressemitteilung: Dresdner CDU-Stadtratsfraktion blockiert Mittel für Gedenkort Alter Leipziger Bahnhof.

    Die Entwicklung des Gedenk-, Lern- und Begegnungsortes am Alten Leipziger Bahnhof steht vor dem Aus. Wegen der Blockade der CDU-Stadtratsfraktion findet sich im Stadtrat keine Mehrheit zur Freigabe der vorgesehenen Haushaltsmittel. Damit drohen die für 2025 eingeplanten Gelder zu verfallen – und auch für 2026 zeichnet sich keine Zustimmung ab. Renate Aris, Mitglied im Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof,90 Jahre, eine der letzten noch lebende Holocaust-Überlebende in Sachsen, erklärt: „Ich bin entsetzt. In einer Zeit, in der sich der Faschismus breitmacht,…



  • Pädagogische Führungen für Schülergruppen zur Ausstellung „TRANSIT – Bilder aus dem Exil“

    Vom 8. Januar bis 8. Februar zeigt der Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof in den Räumen des Zentralwerks e.V. die Ausstellung „TRANSIT – Bilder aus dem Exil“. Sie versammelt Werke der argentinisch-jüdischen Künstlerin Mónica Laura Weiss, die sich intensiv mit den Themen Verfolgung, Flucht und Exil einer Dresdner jüdischen Familie befassen. Die Ausstellung ist vom 9. Januar bis 8. Februar 2026, jeweils Donnerstag – Samstag 16 bis 20 Uhr und Sonntag 15 bis 18 Uhr geöffnet. Wir laden interessierte Lehrer*innen und…

Veranstaltungen



  • „Wir leben!“ – Porträts von Überlebenden des Holocaust

    Mit „Wir leben!“ zeigt der Gedenkort Alter Leipziger Bahnhof e. V. Porträts von Holocaust-Überlebenden, die aus Begegnungen der Künstlerin Helene Isolde Roßner in Israel hervorgegangen sind. Die Ausstellung fragt nach Erinnerung, Würde und Weiterleben – und danach, welche Bedeutung persönliche Begegnungen für eine lebendige Erinnerungskultur haben. Zur Vernissage am 25. Juni 2026 um 18 Uhr…



  • DAS LETZTE SCHIFF – Werkstattbericht zum Dokumentarfilmprojekt

    In einer multimedialen Ausstellung werden Leopold Grün und Dirk Uhlig am 28.5. ab 19 Uhr in der WIR-AG, Martin-Luther-Straße 21, 01099 Dresden, Details der Rechercheergebnisse zum Projekt DAS LETZTE SCHIFF (AT) präsentieren. Eine lang verborgene Familiengeschichte, die von Faschismus, Judenverfolgung, Exil und Kaltem Krieg erzählt. In der bisherigen Recherche sind bereits mehr als 500 Seiten…



  • Rundgang auf dem Neuen Israelitischen Friedhof als Quelle für die Forschung zur Shoah | 30.6.2026

    30.06.2026 15 – 17 Uhr (!), Eingang zum Neuen Israelitischen Friedhof, Fiedlerstr. 3 Nach der Schließung des Alten Jüdischen Friedhofs in der Dresdner Neustadt um 1869 musste ein neues Friedhofsgelände erschlossen werden. Mehrfach erforderliche Erweiterungen, schwere Zerstörungen infolge der Bombenangriffe, schließlich der Wiederaufbau der Trauerhalle und die Nutzung als Synagoge gehören zur Geschichte des Friedhofs.…



  • Rundgang zur NS-Verfolgung von Jüd*innen in Dresden mit Audioscript | 16.6.2026

    16.06.2026, 18 Uhr, Treffpunkt St. Pauli Friedhof, Eingang, Haltestelle Sankt-Pauli-Friedhof Wir haben 2008 mit dem audioscript einen Audio-Stadtrundgang zu exemplarischen Orten der anti¬se¬mi¬tischen Verfolgung im Nationalsozialismus veröffentlicht. Zwei der Tracks sind im Gedenkareal Dresdner Norden verortet. Im Rahmen der Geschichtswerkstatt laden wir dazu ein, den Track »Geländebewahrer« – Das Judenlager am Hellerberg gemeinsam zu hören…



  • Zwangsarbeit im Goehle-Werk: Die Rolle des heutigen Zentralwerks in der NS-Zeit bis heute

    19.05.2026, 18 Uhr, Treffpunkt Innenhof Das heutige Zentralwerk in der Riesaer Straße 32 in Dresden-Pieschen ist ein lebendiger Ort des offenen und partizipativen kulturellen Austauschs, an dem Kreative wirken und leben. Eingeschrieben in den Ort ist jedoch auch seine bewegte Geschichte: Während der NS-Zeit befand sich hier mit dem Goehle-Werk der Zeiss Ikon AG die…