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Infocontainer auf dem Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs aufgestellt | 06.07.2026

Der Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof hat einen durch die Stadt Dresden zur Verfügung gestellten Infocontainer auf dem Vorplatz des Alten Leipziger Bahnhofs errichtet. Dies gelang dank zahlreicher ehrenamtlicher Helfer*innen in der letzten Woche. Ein besonderer Dank geht an das THW Ortsgruppe Dresden, das im Rahmen eines Ausbildungseinsatzes die Container aus einer Lagerhalle der städtischen Feuerwehr transportierte. In den kommenden Monaten soll der Container schrittweise überholt …

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Der Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof hat einen durch die Stadt Dresden zur Verfügung gestellten Infocontainer auf dem Vorplatz des Alten Leipziger Bahnhofs errichtet. Dies gelang dank zahlreicher ehrenamtlicher Helfer*innen in der letzten Woche. Ein besonderer Dank geht an das THW Ortsgruppe Dresden, das im Rahmen eines Ausbildungseinsatzes die Container aus einer Lagerhalle der städtischen Feuerwehr transportierte. In den kommenden Monaten soll der Container schrittweise überholt und erneuert werden. Auch die umliegende Grünfläche soll zunächst von Unkraut befreit und sukzessive nutzbar gemacht werden.

Freiwillige des THW Dresden unterstützten im Rahmen einer Ausbildungseinheit die ehrenamtlichen Helfer des Förderkreises (Foto: Steffen Heidrich)

Experimentierraum und temporärer Gedenkort

Der Förderkreis plant, den Container künftig als Infopunkt zu nutzen und die Gedenk- und Begegnungsstätte am Alten Leipziger Bahnhof bis zu ihrer eigentlichen Fertigstellung in der kommenden Zeit im Kleinen zu ‚erproben‘. Hierzu soll er perspektivisch als Basis für Veranstaltungen im Freien, kleine Workshops und regelmäßige Treffen dienen.

Als erste Gäste konnten wir Alexander Boger und Sven Riesel von der Stiftung Sächsische Gedenkstätten begrüßen. (Foto: Steffen Heidrich)

Sie haben Fragen? Schreiben Sie uns unter team[at]alter-leipziger-bahnhof.net

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Renate Aris und André Lang für ihr Engagment geehrt | 02.04.2026

Renate Aris erhält Bundesverdienstkreuz Unser Ehrenmitglied Renate Aris erhielt am 3. März 2026 für ihr Engagement als Zeitzeugin das Bundesverdienstkreuz. In der Begründung der Sächsischen Staatskanzlei heißt es, sie sei „Brückenbauerin und gefragte Ratgeberin in der gesellschaftspolitischen Jugendbildung“ und verleihe „der Mahnung ›Nie wieder ist jetzt‹ eine starke, persönliche Stimme“. Zudem widmete sie sich intensiv dem Wiederaufbau der Jüdischen Gemeinde Chemnitz und der Integration jüdischer …

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Renate Aris erhält Bundesverdienstkreuz

Unser Ehrenmitglied Renate Aris erhielt am 3. März 2026 für ihr Engagement als Zeitzeugin das Bundesverdienstkreuz. In der Begründung der Sächsischen Staatskanzlei heißt es, sie sei „Brückenbauerin und gefragte Ratgeberin in der gesellschaftspolitischen Jugendbildung“ und verleihe „der Mahnung ›Nie wieder ist jetzt‹ eine starke, persönliche Stimme“. Zudem widmete sie sich intensiv dem Wiederaufbau der Jüdischen Gemeinde Chemnitz und der Integration jüdischer Zuwanderer, insbesondere durch den von ihr mitbegründeten Jüdischen Frauenverein.

Renate hat den Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof mit uns gemeinsam gegründet und engagiert sich seitdem durch unermüdliches Engagement für die Etablierung einer Gedenk- und Begegnungsstätte. hre Verfolgungserfahrungen kann sie jüngeren und älteren Generationen sehr authentisch vermitteln – und Wissen über Ausgrenzungsstrategien und Abwertungsideologien sowie Empathie für die Betroffenen werden aktuell immer dringender benötigt. Wir danken Renate Aris sehr herzlich für ihr unermüdliches Engagement.

Renate Aris wurde 1935 in Dresden geboren. Gemeinsam mit ihren Eltern und ihrem Bruder erfuhr sie während des Nationalsozialismus antisemitische Entrechtung und Verfolgung. Am 16. Februar 1945 sollte die Familie in ein Konzentrationslager deportiert werden. Die alliierten Luftangriffe auf Dresden vom 13./14. Februar retteten der Familie das Leben. 20 Familienangehörige wurden in der Schoa ermordet. Renate Aris und ihr Bruder Heinz-Joachim engagierten sich in der ehemaligen DDR für die jüdische Gemeinschaft. Renate Aris war außerdem von 1988 bis 2003 stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Jüdischen Gemeinde Chemnitz, Mitbegründerin des Jüdischen Frauenvereins und Präsidiumsmitglied des Landesverbands Sachsen der Jüdischen Gemeinden.

André Lang erhält die Ehrenmünze der Landeshauptstadt Dresden

Auch unser Sprecher André Lang wurde geehrt. Er wurde am 21. März 2026 durch Oberbürgermeister Dirk Hilbert als einer von zehn ehrenamtlich Engagierten für „seinen vorbildlichen Einsatz für Demokratie und jüdisches Leben sowie für sein unermüdliches Engagement für den Erhalt des Gedenkortes Alter Leipziger Bahnhof Dresden“ mit der Ehrenmünze der Landeshauptstadt Dresden ausgezeichnet. Die Ehrenmünze ist nach der Ehrenbürgerschaft und der Ehrenmedaille die dritthöchste Auszeichnung der Landeshauptstadt Dresden.

Die Laudatorin Maria Noth, Geschäftsführerin der Stiftung Frauenkirche, würdigte, dass André Lang geholfen habe, „einen vergessenen Ort sichtbar zu machen und ins Bewusstsein unserer Stadt zu holen“. Der Alte Leipziger Bahnhof „ist schon heute zum Gedenkort geworden“. Gerade aufgrund seiner familiären Erfahrung von nationalsozialistischer Verfolgung und Exil in Großbritannien sei sein vielfältiges Engagement u. a. gegen Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus in den Bündnissen Herz statt Hetze und Dresden-Nazifrei, im Förderkreis/Gedenkort Alter Leipziger Bahnhof e. V. sowie in der Jüdischen Gemeinde zu Dresden, im Beirat der Jüdischen Kultusgemeinde Dresden sowie im Beirat von TACHELES – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen nicht selbstverständlich.

Der Förderkreis dankt André Lang dafür, dass er mit unerschöpflicher Energie und stets solidarisch als Ideengeber, Gestalter und Multiplikator für den Alten Leipziger Bahnhof ein- und auftritt und so die Entwicklung und Etablierung des Gedenkortes trotz vielzähliger Hürden stetig vorantreibt.

André Lang nahm die Auszeichnung, wie er sagte, stellvertretend für Dresden-Nazifrei, Herz statt Hetze und den Förderkreis ALB entgegen. Im anschließenden Eintrag in das Buch der Stadt wiederholte André Lang seinen Wunsch, dass die Gedenkstätte im sanierten Alten Leipziger Bahnhof eröffnet werden möge.

Via: sLAG aus NS

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Geschichtswerkstatt „Knotenpunkt Deportationen Dresden“ startet | 07.03.2026

Mit der neuen Geschichtswerkstatt „Knotenpunkt Deportationen Dresden“ lädt der Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof dazu ein, sich gemeinsam mit der Geschichte des Ortes und seiner Bedeutung im nationalsozialistischen Verfolgungs- und Vernichtungssystem zu beschäftigen. Zwischen April und November 2026 finden in einem zweiwöchentlichen Turnus Treffen statt, bei denen historische Forschung, lokale Initiativen und interessierte Bürger*innen miteinander ins Gespräch kommen. Ein historischer Ort der Deportationen Der Alte Leipziger …

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Mit der neuen Geschichtswerkstatt „Knotenpunkt Deportationen Dresden“ lädt der Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof dazu ein, sich gemeinsam mit der Geschichte des Ortes und seiner Bedeutung im nationalsozialistischen Verfolgungs- und Vernichtungssystem zu beschäftigen. Zwischen April und November 2026 finden in einem zweiwöchentlichen Turnus Treffen statt, bei denen historische Forschung, lokale Initiativen und interessierte Bürger*innen miteinander ins Gespräch kommen.

Ein historischer Ort der Deportationen

Der Alte Leipziger Bahnhof ist ein zentraler historischer Ort nationalsozialistischer Verbrechen in Dresden. Während des Zweiten Weltkriegs entwickelte sich der damalige Güterbahnhof zu einem wichtigen logistischen Knotenpunkt der NS-Kriegswirtschaft und diente als Ausgangs- und Zwischenstation von Deportationen. Von hier wurden unter anderem Jüdinnen und Juden aus Dresden und Ostsachsen in Konzentrations- und Vernichtungslager verschleppt.

Vom Tatort zum Ort des Gedenkens

Die Geschichtswerkstatt knüpft an das Ziel an, den Alten Leipziger Bahnhof langfristig zu einem lebendigen Ort des Gedenkens, der historischen Forschung und der Begegnung zu entwickeln. Der historische Tatort soll nicht nur an die Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen erinnern, sondern auch Wissen vermitteln und Raum für Austausch, Diskussion und neue Perspektiven auf Erinnerungskultur schaffen.

Forschung, Austausch und Rundgänge

Die Werkstatt verbindet Fachimpulse mit offenen Austauschrunden. Initiativen und Projekte stellen dabei ihre Forschung, vorhandene Quellen und Vermittlungsansätze vor. Thematisch reicht das Spektrum von Biographierecherchen über Deportationen und Zwangsarbeit bis zur Erschließung lokaler Erinnerungsorte. Manche Termine werden als Rundgänge gestaltet und führen zu Orten wie dem ehemaligen „Judenlager Hellerberg“, dem Goehle-Werk oder dem Neuen Israelitischen Friedhof.

Auftakt im April 2026

Die Auftaktveranstaltung findet am 14. April 2026 statt und bietet eine Einführung in die Geschichte des Alten Leipziger Bahnhofs sowie einen Rundgang über das Gelände. Weitere Veranstaltungen werden unter anderem vom Gedenkbucharchiv, von RomaRespekt, dem Zentralwerk, Audioscript und HATiKVA gestaltet. Bereits am 26. März findet eine vorbereitende Präsentation zur Recherche „Das letzte Schiff“ statt.

Mitmachen und teilnehmen

Die Geschichtswerkstatt richtet sich an historisch Interessierte, Studierende, Forschende sowie an Menschen aus Initiativen und der Zivilgesellschaft, die sich mit Fragen der lokalen NS-Geschichte und Erinnerungskultur beschäftigen möchten. Ein Einstieg ist jederzeit möglich.

Anmeldung und Informationen:
projekt@alter-leipziger-bahnhof.net

Download Flyer: — ALB-Geschichtswerkstatt-2026-Infoflyer.pdf

Aktuelle Treffpunkte und Rundgänge werden auf der Website und über Instagram veröffentlicht.

Förderhinweis:

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch die Stiftung Sächsische Gedenkstätten aus Steuermitteln auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

Allgemein

Gedenkort Alter Leipziger Bahnhof: Der aktuelle Stand | 22.01.2026

Der Alte Leipziger Bahnhof ist einer der zentralen Orte der nationalsozialistischen Verbrechen in Dresden. Von hier wurden am 21. Januar 1942 etwa 300 jüdische Menschen ins Ghetto Riga deportiert, viele von ihnen später ermordet. Über Jahrzehnte lag dieser Ort abseits der öffentlichen Wahrnehmung – räumlich wie politisch. Das Vergessen war bequem. Dass sich das geändert hat, ist dem Engagement vieler Menschen zu verdanken sowie dem …

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Der Alte Leipziger Bahnhof ist einer der zentralen Orte der nationalsozialistischen Verbrechen in Dresden. Von hier wurden am 21. Januar 1942 etwa 300 jüdische Menschen ins Ghetto Riga deportiert, viele von ihnen später ermordet. Über Jahrzehnte lag dieser Ort abseits der öffentlichen Wahrnehmung – räumlich wie politisch. Das Vergessen war bequem.

Dass sich das geändert hat, ist dem Engagement vieler Menschen zu verdanken sowie dem unermüdlichen Einsatz von Renate Aris, heute 90 Jahre alt, Holocaust-Überlebende und eine der letzten Zeitzeuginnen in Sachsen. Ihr Ziel ist klar: Der Alte Leipziger Bahnhof soll sichtbar ins Stadtbild zurückkehren – als Ort des Gedenkens, des Lernens und der Begegnung.

Seit 2022 hat sich daraus eine kontinuierliche zivilgesellschaftliche Struktur entwickelt: zunächst ein Förderkreis, seit November 2023 der gemeinnützige Verein „Gedenkort Alter Leipziger Bahnhof e.V.“. Die Gründung des Vereins steht für Kontinuität, Professionalität und eine langfristige Verantwortung für die inhaltliche und organisatorische Entwicklung des Ortes. Der Verein gewann 2024 die städtische Ausschreibung zur Erarbeitung eines Nutzungskonzepts.

Dieses Konzept liegt seit März 2025 öffentlich vor. Es wurde in einer städtischen Veranstaltung vorgestellt und diskutiert und bietet allen Interessierten Einblick in die geplanten Inhalte, Ziele und Entwicklungsschritte. Transparenz und Beteiligung waren von Beginn an zentrale Bestandteile des Prozesses. Fachlich fundiert zielt das Konzept ausdrücklich darauf, den Ort als Gedenkstätte mit bundesweiter Bedeutung zu etablieren – auch mit Blick auf eine spätere Beteiligung von Land und Bund.

Trotzdem steht das Projekt politisch auf der Stelle. Der Dresdner Stadtrat hatte für 2025 und 2026 jeweils 100.000 Euro für die Weiterarbeit am Konzept eingestellt. Die Mittel sind vorgesehen für die Fortführung der historischen Forschung, für die Entwicklung von Bildungsangeboten für Kinder und Jugendliche, für Ausstellungen sowie für die Pflege der Kontakte zu Nachfahren der betroffenen Menschen. Bis heute wurden diese Mittel nicht freigegeben. Für 2025 sind sie sogar verfallen.

Ausschlaggebend ist der Widerstand von CDU, FDP/Freie Bürger, AfD und Team Zastrow. Die Folge: Vertagungen, Blockaden, Stillstand. Begründet wird dies unter anderem mit ungeklärten Eigentumsverhältnissen oder einem angeblich „zu großen“ Konzept.

Für die Umsetzung dieser Aufgaben gab es genau einen Antragsteller: den Verein „Gedenkort Alter Leipziger Bahnhof e.V.“. Er ist derzeit der einzige Akteur vor Ort, der kontinuierlich, fachlich fundiert und im Auftrag der Stadt an der Aufarbeitung und Entwicklung des Gedenkortes arbeitet. In diesem Licht wäre die Freigabe der beschlossenen Mittel eine sachliche und naheliegende Entscheidung.

Problematisch ist das nicht nur organisatorisch, sondern auch politisch. Hier geht es nicht um ein beliebiges Kulturprojekt, sondern um historische Verantwortung. Die wiederholte Verweigerung der Mittel sendet ein fatales Signal: dass die Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen verhandelbar sei. Genau das darf nicht passieren. Der Alte Leipziger Bahnhof ist kein optionaler Erinnerungsort. Er ist notwendig.


Update (2.2.2026): Am 29. Januar 2026 hat der Stadtrat mit einer Mehrheit von 36 zu 35 Stimmen die Förderung der Weiterentwicklung des Konzeptes beschlossen. Dafür stimmten PVP-Fraktion, FDP/FB-Fraktion, BSW, SPD, Linke und Grüne sowie OB Dirk Hilbert. Bis zu 100.000 EUR sollen vorrangig für Forschung, Bildung und Vernetzung dienen. Bis Oktober 2026 soll ein Strategiepapier vorliegen, dass für die stufenweise Umsetzung des Vorhabens einen Fahrplan bereit stellt. Zugleich mahnt der Stadtrat eine klare und kooperative Bildungsstrategie und die Einbindung der bereits in Dresden existierenden Gedenkstätten an und knüpft daran die Auszahlung eines Teils der Fördermittel. Der vollständige Beschluss wird hier veröffentlicht, sobald er vorliegt.

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Pressemitteilung: Dresdner CDU-Stadtratsfraktion blockiert Mittel für Gedenkort Alter Leipziger Bahnhof. | 11.12.2025

Die Entwicklung des Gedenk-, Lern- und Begegnungsortes am Alten Leipziger Bahnhof steht vor dem Aus. Wegen der Blockade der CDU-Stadtratsfraktion findet sich im Stadtrat keine Mehrheit zur Freigabe der vorgesehenen Haushaltsmittel. Damit drohen die für 2025 eingeplanten Gelder zu verfallen – und auch für 2026 zeichnet sich keine Zustimmung ab. Renate Aris, Mitglied im Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof,90 Jahre, eine der letzten noch lebende Holocaust-Überlebende …

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Die Entwicklung des Gedenk-, Lern- und Begegnungsortes am Alten Leipziger Bahnhof steht vor dem Aus. Wegen der Blockade der CDU-Stadtratsfraktion findet sich im Stadtrat keine Mehrheit zur Freigabe der vorgesehenen Haushaltsmittel. Damit drohen die für 2025 eingeplanten Gelder zu verfallen – und auch für 2026 zeichnet sich keine Zustimmung ab.

Renate Aris, Mitglied im Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof,90 Jahre, eine der letzten noch lebende Holocaust-Überlebende in Sachsen, erklärt: „Ich bin entsetzt. In einer Zeit, in der sich der Faschismus breitmacht, drücken sich CDU-Politiker der Stadt Dresden vor ihrer Verantwortung um die Geschichte. Aus fadenscheinigen Gründen lehnen sie die Fortsetzung der Entwicklung eines Gedenk-, Lern- und Begegnungsorts am Alten Leipziger Bahnhof ab. Sie blockieren und denken dabei wohl, dass es schon nicht so schlimm werden wird. Ich habe die Zeit damals erlebt und überlebt. Es wurde viel schlimmer, als man sich das jemals vorstellen konnte. Die Zeit wohlwollender Diskussionen ist vorbei. In Zeiten von erstarkendem Antisemitismus erwarte ich von der CDU eine klare Haltung und die Bereitschaft, mitzuwirken, dass das Projekt endlich umgesetzt wird!“

André Lang, Sprecher des Förderkreises, Kuratoriumsmitglied „Tacheles 2026 – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen“, Mitglied der Jüdischen Gemeinde Dresden ergänzt: „Entgegen aller Bekundungen arbeitet die Dresdner CDU-Stadtratsfraktion gegen den Gedenkort am Alten Leipziger Bahnhof. Mehrere Gesprächsversuche mit der Fraktionsvorsitzenden scheiterten. Soll das Dresdens Beitrag zum jüdischen Kulturjahr „Tacheles 2026“ sein? Und ist das die politische Rückendeckung für Ministerpräsident Kretschmer (CDU) bei der Bewerbung um eine Außenstelle von Yad Vashem in Sachsen? Die derzeitige Haltung der Dresdner CDU dürfte dieses Anliegen kaum stärken. Wir gingen bislang davon aus, dass die Aufarbeitung der NS-Zeit und das Gedenken an die Opfer der Shoah in unserer Gesellschaft unantastbar ist. Wir erwarten von der CDU ein klares Bekenntnis sowie die Freigabe der bereits eingeplanten Mittel, damit das Konzept weiterentwickelt werden kann. Die Gelegenheit dafür bietet die Sitzung des Kulturausschusses am 16. Dezember 2025.“

Vom Alten Leipziger Bahnhof aus wurden ab Januar 1942 mehr als 500 Dresdner und sächsische Jüdinnen und Juden in Vernichtungslager der Nationalsozialisten deportiert. Bis vor Kurzem herrschte im Dresdner Stadtrat nahezu Einigkeit darüber, diesen authentischen Ort als Gedenk-, Lern- und Begegnungsort weiterzuentwickeln. Im Haushaltsbeschluss 2025/26 waren dafür zweckgebundene Mittel zur konzeptionellen Weiterarbeit fest eingeplant.

Nun liegt die Finanzierung und die Zukunft des Gedenkortes auf Eis. Für die Freigabe der für 2025 vorgesehenen 90.000 Euro fehlt aufgrund der Blockadehaltung der CDU die Mehrheit im Stadtrat. Die zweckgebundenen Mittel für 2025 verfallen und auch für die Mittel des Jahres 2026 zeichnet sich bislang keine Mehrheit ab.

Im Gegenteil: Der kulturpolitische Sprecher der CDU-Stadtratsfraktion, Mario Schmidt, kündigte bereits vor der Ratssitzung im November an, dass seine Fraktion dem Vorhaben nicht zustimmen werde. Ein vom Förderkreis initiiertes Gespräch am 11. November 2025 mit der Fraktionsvorsitzenden Heike Ahnert und Mario Schmidt blieb ohne Ergebnis. Auf weitere Angebote des Förderkreises, die Gespräche fortzuführen, reagierte die CDU-Fraktion bis heute nicht.

In der Sitzung des Beirates für Erinnerungskultur am 04.12.25 bekräftigte Herr Schmidt die Haltung der CDU-Fraktion erneut öffentlich, indem er folgenden Beschlusspunkt ablehnte:

„Der Beirat unterstreicht ausdrücklich die herausragende Bedeutung eines Gedenkortes mit einer Bildungs-, Vermittlungs- und kulturellen Begegnungsstätte am Alten Leipziger Bahnhof für Dresden, Sachsen und die bundesweite Erinnerungskultur. Die Landeshauptstadt Dresden ist angehalten, ihrer historischen Verantwortung gerecht zu werden und diese dauerhaft zu verankern.“

André Lang (Sprecher)

FÖRDERKREISSES ALTER LEIPZIGER BAHNHOF

c/o Gedenkort Alter Leipziger Bahnhof e.V.
Eisenbahnstraße 1, 01097 Dresden

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Pädagogische Führungen für Schülergruppen zur Ausstellung „TRANSIT – Bilder aus dem Exil“ | 08.11.2025

Vom 8. Januar bis 8. Februar zeigt der Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof in den Räumen des Zentralwerks e.V. die Ausstellung "TRANSIT – Bilder aus dem Exil". Sie versammelt Werke der argentinisch-jüdischen Künstlerin Mónica Laura Weiss, die sich intensiv mit den Themen Verfolgung, Flucht und Exil einer Dresdner jüdischen Familie befassen. Die Ausstellung ist vom 9. Januar bis 8. Februar 2026, jeweils Donnerstag – Samstag 16 …

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Vom 8. Januar bis 8. Februar zeigt der Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof in den Räumen des Zentralwerks e.V. die Ausstellung „TRANSIT – Bilder aus dem Exil“. Sie versammelt Werke der argentinisch-jüdischen Künstlerin Mónica Laura Weiss, die sich intensiv mit den Themen Verfolgung, Flucht und Exil einer Dresdner jüdischen Familie befassen.

Die Ausstellung ist vom 9. Januar bis 8. Februar 2026, jeweils Donnerstag – Samstag 16 bis 20 Uhr und Sonntag 15 bis 18 Uhr geöffnet.

Wir laden interessierte Lehrer*innen und Schülergruppen herzlich ein, sich für spezifische Gruppenführungen anzumelden. Mónica Weiss zeigt in der Vielfalt ihrer künstlerischen Arbeiten auch das transgenerationale Traumata der Familie. In ihren Buchprojekten arbeitet die Künstlerin mit Texten deutscher Dichter*innen, welche ins Exil getrieben wurden. Diese Ausstellung lädt zum fächerübergreifenden Lernen ein – zum einen über die NS-Zeit, zum anderen auf emphatische Weise die Folgen von Ausgrenzung, Flucht und schließlich Exil zu verstehen.  Für Schülergruppen gibt es nach vorheriger Absprache die Möglichkeit, an allen Wochentagen ab 10 Uhr die Ausstellung zu besuchen

Die Ausstellung eignet sich besonders für selbstforschendes Lernen zu den Themen NS-Diktatur, Vertreibung, Flucht und Exil am Beispiel einer konkreten jüdischen Familie aus Dresden.

Interessierte können sich melden unter:
✉ info [at] alter-leipziger-bahnhof.net
🕻 +49 174 498 009 6
Ansprechpartner*innen: Gabriele & Alexander Atanassow

Zum Ausstellungshintergrund:

Verfolgung und Flucht begann nicht erst mit Ausbruch des Krieges, durch die deutsche Wehrmacht am 1. September 1939. Hass und Hetze, Ausgrenzung, Verfolgung und Stigmatisierung von vermeintlich Fremden und Andersdenkenden begann mit der Machtübergabe an die Nationalsozialisten 1933.

Die argentinische Künstlerin Mónica Laura Weiss ist die Tochter, Nichte und Enkelin der Familie Reizes aus Dresden. Die Familie kam 1933 aus ihrem Urlaub in Marienbad nicht mehr nach Dresden zurück. Die Schwester des Vaters, Paula, hatte vor der Gestapo gewarnt, welche in der Firma von Rudolf Reizes nach „verbotener“ Korrespondenz und Devisen gesucht hatte. Damit begann die Fluchtodyssee der jüdischen Familie Reizes vor dem nationalsozialistischen Terrorregime über Österreich, Palästina nach Argentinien. Paula verheiratete Gutmann konnte die Familie ihres Bruders Rudolf vor der nationalsozialistischen Verfolgung warnen, sie selbst wurde aus Breslau nach Theresienstadt deportiert und hat die Shoa nicht überlebt. In ihren Werken verarbeitet die Künstlerin ihre familiären deutsch-jüdischen Wurzeln und die „langen Schatten der Vergangenheit“ wie sie es selbst nennt. Ihre Bilder spiegeln Motive der Verfolgung, Flucht, der verlorenen Heimat und der Erfahrungen einer Existenz im Spannungsfeld zweier Kulturen. Mit diesem vom Exil geprägtem Leben der Mutter aus Dresden kontrastiert die Tochter, die Künstlerin, Bilder ihrer eigenen Kindheit in Argentinien und verwendet dafür Dokumente aus dem überlieferten Familienfundus. In ihren gestalteten Buchobjekten befinden sich auf dem Hintergrund von Foto- und anderen Dokumenten sowohl kleine Objekte als auch Gedichte in deutscher Sprache verschiedener Autorinnen und Autoren, die ebenso ins Exil getrieben worden sind.


Mit freundlicher Unterstützung von:

In Kooperation mit:

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Nutzungs- und Betreiberkonzept veröffentlicht | 01.10.2025

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Gedenk- und Begegnungsstätte Alter Leipziger Bahnhof Der Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof hat das von der Stadt Dresden beauftragte Nutzungs- und Betreiberkonzept für den künftigen Gedenk-, Bildungs- und Begegnungsort auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Dresden-Neustadt veröffentlicht. Das Konzept bildet die Grundlage für die weitere Planung und Umsetzung des Projekts, das die Stadt Dresden 2023 offiziell auf den Weg …

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Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Gedenk- und Begegnungsstätte Alter Leipziger Bahnhof

Der Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof hat das von der Stadt Dresden beauftragte Nutzungs- und Betreiberkonzept für den künftigen Gedenk-, Bildungs- und Begegnungsort auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Dresden-Neustadt veröffentlicht. Das Konzept bildet die Grundlage für die weitere Planung und Umsetzung des Projekts, das die Stadt Dresden 2023 offiziell auf den Weg gebracht hat.

Im Mittelpunkt steht die Entwicklung des historischen Ortes zu einer Gedenk- und Begegnungsstätte, die sich der Geschichte der nationalsozialistischen Deportationen aus Dresden und Sachsen widmet und zugleich einen offenen Raum für kulturelle und gesellschaftliche Begegnung schafft.

Das Konzept sieht drei zentrale Säulen vor:

  • Gedenkstätte: Erforschung, Dokumentation und Vermittlung der Deportationsgeschichte sowie Einrichtung eines würdigen Ortes des individuellen und kollektiven Gedenkens.
  • Begegnungsstätte: Offener Raum für Austausch, jüdische Gegenwartskultur und die Kultur weiterer ehemals verfolgter Gruppen – ein „Gegenort“ zu Ausgrenzung und Diskriminierung.
  • Verkehrsgeschichtliche Präsentation: Ein ergänzender Bereich im Ringlokschuppen verknüpft die Geschichte des Bahnhofs mit den Ambivalenzen von Technik, Mobilität und Moderne.

Zugleich legt das Konzept Wert auf Inklusion, Diversität und Partizipation: Es bezieht zivilgesellschaftliche Initiativen, Vertreter*innen ehemaliger Opfergruppen und wissenschaftliche Expertise in die weitere Entwicklung ein.
Trägerin der geplanten Einrichtung soll eine Einkommensstiftung privaten Rechts werden, an der sich Stadt, Land und Zivilgesellschaft beteiligen.

Das vollständige Konzept kann ab sofort auf der Website eingesehen werden:
👉 https://alter-leipziger-bahnhof.net/konzept/

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Zum Tod von Dr. Nora Goldenbogen | 27.11.2024

Mit großer Betroffenheit und Trauer haben wir am gestrigen Tag vom Tod von Dr. Nora Goldenbogen erfahren. Dr. Nora Goldenbogen gehörte zu den wichtigen Fürsprechern für einen würdigen Ort der Erinnerung am Alten Leipziger Bahnhof und war Fördermitglied unseres Trägervereins. Sie begleitete die zahlreichen Diskurse rund um die Etablierung einer Gedenkstätte am ehemaligen Deportationsbahnhof mit Fachkenntnis, Engagement, Weisheit und Wärme. Ihre enge persönliche Verbundenheit mit …

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Mit großer Betroffenheit und Trauer haben wir am gestrigen Tag vom Tod von Dr. Nora Goldenbogen erfahren.

Dr. Nora Goldenbogen gehörte zu den wichtigen Fürsprechern für einen würdigen Ort der Erinnerung am Alten Leipziger Bahnhof und war Fördermitglied unseres Trägervereins. Sie begleitete die zahlreichen Diskurse rund um die Etablierung einer Gedenkstätte am ehemaligen Deportationsbahnhof mit Fachkenntnis, Engagement, Weisheit und Wärme. Ihre enge persönliche Verbundenheit mit der jüdischen Geschichte Dresdens, ebenso wie ihre große Expertise als promovierte Historikerin, stellten eine wichtige Inspiration und Stütze für uns alle dar.

Zu Noras Stärken gehörte es auch, Konflikte auszutragen, Meinungsverschiedenheiten auszuhalten und für ihre Überzeugungen zu kämpfen. Sie wog Argumente immer ab, nahm ihr Gegenüber ernst und suchte die Mitte. Auch diese menschliche Qualität wird uns sehr fehlen.

1949 als Tochter einer rumänischen Jüdin und eines deutschen Kommunisten in Dresden geboren, engagierte sich Nora Goldenbogen seit den 1980er Jahren aktiv für das jüdische Leben in ihrer Heimatstadt. Als Mitgründerin und langjährige Geschäftsführerin von HATiKVA e.V. wurde sie zur zentralen Mittlerin des Judentums in seiner Kultur, Geschichte und Religion. Seit 2003 war sie Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, ein Amt, das sie bis 2020 ausübte. Seit 2017 bis zu ihrem Tod war sie Vorsitzende des Landesverbandes Sachsen der Jüdischen Gemeinden.

Besonders laut und unbeugsam trat sie gegen das Wiedererstarken von rechtem Gedankengut, Neonazis und neurechten Bewegungen auf. Sie wandte sich dabei wie keine andere gegen Geschichtsvergessenheit und Revisionismus.

Bereits mit HATiKVA engagierte sie sich dafür, die Geschichte des Alten Leipziger Bahnhofs während der Zeit des Nationalsozialismus publik zu machen. Trotzdem war bis vor wenigen Jahren nur einer kleinen Minderheit in Dresden bekannt, dass von diesem Ort im Januar 1942 der erste große Deportationstransport von Jüdinnen und Juden nach Riga erfolgte. An dieser Stelle eine Gedenkstätte einzurichten, in der geforscht, gelernt und erinnert werden kann, war ihr bis zuletzt ein großes Anliegen. Die Einweihung wird sie nun leider nicht mehr erleben.

Nora Goldenbogen hinterlässt einen großen Wissensschatz, der sich in zahlreichen Fachbeiträgen und Büchern wiederfindet. Besonders hervorzuheben ist dabei die Herausgabe des Buches „Einst und Jetzt. Zur Geschichte der Dresdner Synagoge und ihrer Gemeinde“ aus Anlass der Weihe der neuen Synagoge 2001. Vor zwei Jahren schließlich erschien ihr persönlichstes Werk. In „Seit ich weiß, dass du lebst – Liebe in finstersten Zeiten“ schildert sie die Liebesgeschichte ihrer Eltern, die beide voneinander getrennt den Holocaust überlebten, die Mutter in Rumänien, der Vater im KZ Sachsenhausen und dem folgenden Todesmarsch.

Mit ihr verlieren wir eine große Ratgeberin. Wir werden uns bemühen, in ihrem Sinne weiterzuarbeiten. 

In Dankbarkeit und tiefer Trauer

Der Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof

Nachrichten

Stolperschwelle vor dem ALB verlegt | 09.03.2024

Am 8. März 2024 wurde in Gedenken an die Deportation von als Jüdinnen und Juden verfolgten Menschen am Eingang zum ehemaligen Güterbahnhof Dresden-Neustadt, von dem aus zwischen 1942 und 1944 die Deportationstransporte abgingen, eine Stolperschwelle verlegt. Sie trägt folgende Inschrift: GÜTERBAHNHOF DRESDEN- NEUSTADT1942 UND 1943 WURDEN VON DIESEM ORT AUSMEHRERE HUNDERT DRESDNER JÜDINNEN UND JUDEN DEPORTIERT, UNTER ANDEREMIN DAS GHETTO RIGA UND IN DAS VERNICHTUNGSLAGER …

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Am 8. März 2024 wurde in Gedenken an die Deportation von als Jüdinnen und Juden verfolgten Menschen am Eingang zum ehemaligen Güterbahnhof Dresden-Neustadt, von dem aus zwischen 1942 und 1944 die Deportationstransporte abgingen, eine Stolperschwelle verlegt.

Sie trägt folgende Inschrift:

GÜTERBAHNHOF DRESDEN- NEUSTADT
1942 UND 1943 WURDEN VON DIESEM ORT AUS
MEHRERE HUNDERT DRESDNER JÜDINNEN UND JUDEN DEPORTIERT, UNTER ANDEREM
IN DAS GHETTO RIGA UND IN DAS VERNICHTUNGSLAGER AUSCHWITZ-BIRKENAU

Die Verlegungsarbeit übernahm der Künstler Gunter Demnig selbst. Anwesend waren gut 100 Dresdnerinnen und Dresdner, unter ihnen auch zahlreiche Vertreter*innen der Stadtratsparteien und die Kulturbürgermeisterin von Dresden, Annekatrin Klepsch.

Geschichtswerkstatt

„Knotenpunkt Deportationen Dresden“ – nächstes Austauschtreffen | 15. September 2026 18:00

Die Geschichtswerkstatt versteht sich als offenes Forum für Forschung, Austausch und Vermittlung. Der Schwerpunkt des Austauschs am 15.09. liegt auf den Themen Zwangsarbeit in Dresden, Durchfahrten resp. Deportationszüge via Dresden sowie deportierten Künstler*innen. Wann: 15. September 2026, 18 Uhr,Wo: Blaue Fabrik (Porjektraum), Eisenbahnstraße 1, 01097 DresdenWer: Geschichtswerkstatt „Knotenpunkt Deportationen Dresden“ Förderhinweis: Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch die Stiftung Sächsische Gedenkstätten aus Steuermitteln auf der Grundlage …

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Die Geschichtswerkstatt versteht sich als offenes Forum für Forschung, Austausch und Vermittlung. Der Schwerpunkt des Austauschs am 15.09. liegt auf den Themen Zwangsarbeit in Dresden, Durchfahrten resp. Deportationszüge via Dresden sowie deportierten Künstler*innen.

Wann: 15. September 2026, 18 Uhr,
Wo: Blaue Fabrik (Porjektraum), Eisenbahnstraße 1, 01097 Dresden
Wer: Geschichtswerkstatt „Knotenpunkt Deportationen Dresden“

Förderhinweis:

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch die Stiftung Sächsische Gedenkstätten aus Steuermitteln auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

Geschichtswerkstatt

Lebenswege der Familie Löwenstein | 1. September 2026 18:00

In der Geschichtswerkstatt "Knotenpunkt Deportationen" kommen wir am Dienstag, den 1. September 2026 mit Jeffrey Löwenstein inst Gespräch. Er ist der Enkel von Paul und Johanna Löwenstein und Urenkel von Betty Roth, geb. Josky. Betty Roth wurde mit dem Transport V/2 1942 nach Theresienstadt deportiert. Sie überlebte und emigrierte 1948 nach Australien. Paul und Johanna Löwenstein wurden am 2./3. März nach Auschwitz deportiert und ermordet. …

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In der Geschichtswerkstatt „Knotenpunkt Deportationen“ kommen wir am Dienstag, den 1. September 2026 mit Jeffrey Löwenstein inst Gespräch. Er ist der Enkel von Paul und Johanna Löwenstein und Urenkel von Betty Roth, geb. Josky. Betty Roth wurde mit dem Transport V/2 1942 nach Theresienstadt deportiert. Sie überlebte und emigrierte 1948 nach Australien. Paul und Johanna Löwenstein wurden am 2./3. März nach Auschwitz deportiert und ermordet.

Zwei Studierende der Geschichtswissenschaften an der TU Dresden präsentieren hierfür ihre Rechercheergebnisse, die sie im Rahmen eines Seminars am Hannah-Arendt-Instituts erarbeitet hatten. Im Anschluss folgt das Gespräch mit Jeffrey Löwenstein.

Wann: Dienstag, 1. September, 17 Uhr (Achtung, abweichende Uhrzeit)
Wo: Blaue Fabrik, Eisenbahnstr. 1

Während der Veranstaltung ist auch die Ausstellung „Jüdische Realitäten“ geöffnet.

Jüdische Realitäten

Artist talk – Li Shir: The Sukkah & Levinas’ Ethics of Vulnerability After October 7 | 18. August 2026 19:00

18 Aug Artist Talk The Sukkah & Levinas’ Ethics of Vulnerability After October 7: A Family Case Vortrag & Diskussion von Li Shir in englischer Sprache. Datum: 18. August 2026 Uhrzeit: 19:00 Uhr Ort: Blaue Fabrik, Eisenbahnstr. 1, 01097 Dresden Eintritt: frei | Anmeldung erforderlich Der Vortrag spürt einer familiengeschichtlich verwurzelten Genealogie der Sukkah als einer fragilen Form jüdischer Architektur nach, die angesichts von Katastrophen …

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18 Aug

Artist Talk

The Sukkah & Levinas’ Ethics of Vulnerability After October 7: A Family Case

Vortrag & Diskussion von Li Shir in englischer Sprache.

Datum: 18. August 2026

Uhrzeit: 19:00 Uhr

Ort: Blaue Fabrik, Eisenbahnstr. 1, 01097 Dresden

Eintritt: frei | Anmeldung erforderlich

Der Vortrag spürt einer familiengeschichtlich verwurzelten Genealogie der Sukkah als einer fragilen Form jüdischer Architektur nach, die angesichts von Katastrophen für Verletzlichkeit und Überleben steht. Ausgehend von Emmanuel Levinas’ Überlegungen zur Sukkah als einer Struktur ethischer Offenheit und Verantwortung untersucht Li Shir deren Nachleben als Erinnerungsort und ethische Figur anhand ihrer Wandlungen innerhalb der eigenen Familiengeschichte.

Diese Erinnerungsgeschichte beginnt mit einer im Innenraum errichteten Sukkah mit aufklappbarem Dach im Elternhaus ihres Großvaters in Skarżysko-Kamienna. Die Sukkah in diesem polnischen Schtetl der 1930er-Jahre nahm in seiner Erinnerungsarbeit eine zentrale Stellung ein, weil seine Familie und sein Heimatort während des Sukkotfestes 1942 von den Nationalsozialisten vernichtet wurden.

Eine zweite Sukkah erscheint auf dem Titelblatt des Skarżyskoer Gedenkbuches als Sinnbild der Zerstörung. Damit greift sie zugleich die Funktion solcher Gedenkbücher auf, die als Grabsteine aus Papier dienen. Die dritte Sukkah, die 1946 in einem DP-Lager im besetzten Berlin fotografiert wurde, steht für einen persönlichen Triumph und eine säkulare Neuinszenierung der mystischen Rolle der Sukkah als Begegnungsort zwischen den Toten und den Lebenden.

Die vierte Ausformung, die sogenannte „Verkohlte Sukkah“, führt die affektiven Synchronizitäten des Sukkotfestes innerhalb der Familiengeschichte in Li Shirs eigenem künstlerischen Schaffen fort. Das Werk entstand nach dem 7. Oktober 2023, der auf Schemini Atzeret beziehungsweise Simchat Tora fiel. Es erinnert an die verlassenen Sukkahs, die während des Krieges stehen blieben. Dieses letzte Bild führt die Sukkah in die Gegenwart und wirft Fragen nach Zugehörigkeit und Verletzlichkeit sowie danach auf, welche ethischen Ansprüche die Vergangenheit an die Gegenwart stellt.

Die Referentin:

Li Shir ist Künstlerin und transdisziplinäre Wissenschaftlerin im Bereich der Erinnerungsforschung mit Schwerpunkt auf der englischen Renaissance. In ihrer Doktorarbeit Death in Sheep’s Clothing: Pastoral Poetics of Death from Arcadia to Auschwitz verfolgte sie die Wiederbelebung eines Topos, den Erwin Panofsky als „Grab in Arkadien“ bezeichnete, von der klassischen Dichtung über frühneuzeitliche Pastorale bis hin zu Darstellungen des Holocaust. Ihre aktuelle Forschung dokumentiert und analysiert die Erinnerungsarbeit ihres Großvaters Abraham Shayer (1923–1998), eines Holocaust-Überlebenden aus Skarżysko-Kamienna in Polen, anhand seiner unvollendeten Memoiren und der von ihm geschaffenen Holocaust-Artefakte. Derzeit unterrichtet sie englische Literatur am Beit Berl College in Israel.

ACHTUNG: Zur Teilnahme ist eine Anmeldung via Online-Formular nötig: https://alter-leipziger-bahnhof.net/anmeldung-juedische-realitaeten/


Gefördert durch:

Diese Maßnahme wird mitfinanziert aus Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.

Allgemein

Artist talk – Ronnie Gross: Writing and Living in a Ceasefireless World | 27. August 2026 19:00

27 Aug Artist Talk Writing and Living in a Ceasefireless World Ronnie Gross über Verlust, Trauer und Hoffnung nach dem 7. Oktober Ein Gespräch in englischer Sprache. Datum: 27. August 2026 Uhrzeit: 19:00 Uhr Ort: Hanse3 e.V., Hansastr. 3, 01097 Dresden Eintritt: frei | Anmeldung erforderlich Während die Ereignisse des 7. Oktober 2023 das Leben unzähliger Menschen weiterhin überschatten, prägt zunehmend die fortdauernde Realität einer …

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27 Aug

Artist Talk

Writing and Living in a Ceasefireless World

Ronnie Gross über Verlust, Trauer und Hoffnung nach dem 7. Oktober
Ein Gespräch in englischer Sprache.

Datum: 27. August 2026

Uhrzeit: 19:00 Uhr

Ort: Hanse3 e.V., Hansastr. 3, 01097 Dresden

Eintritt: frei | Anmeldung erforderlich

Während die Ereignisse des 7. Oktober 2023 das Leben unzähliger Menschen weiterhin überschatten, prägt zunehmend die fortdauernde Realität einer „Ceasefireless World“ das Empfinden vieler: die Realität einer Welt, die keinen Frieden mehr kennt und ihn nicht einmal mehr als selbstverständlichen Ausgangspunkt anstrebt. Der 7. Oktober hat auch die Art und Weise, wie die Schriftstellerin und Trauerbegleiterin Ronnie Gross Leben, Liebe und Verlust erfährt, dauerhaft verändert.

Die Ermordung von Ronnies Freundin Carmel Gat sel. A. in der Geiselhaft der Hamas bildete den Ausgangspunkt einer Grenzerfahrung, die sie zwang, ihr Verständnis von Trauer und menschlicher Widerstandsfähigkeit neu auszuloten. In ihrem Gefolge kam eine Lawine weiterer Verluste: von persönlichen Beziehungen, Geborgenheit und schließlich der Gewissheit des eigenen Seins. Unter dem Eindruck dieser Erfahrungen begann Ronnie Gross mit einem Tagebuch, dem Grief and Travel Journal, aus dem Auszüge im Jahrbuch Jüdische Realitäten nach dem 7. Oktober des Vereins werkraum bild+sinn e.V. veröffentlicht wurden. Dieses Journal ist keine Chronik von Ereignissen. Es ist vielmehr der Versuch, zu ergründen, wie man in einer Welt menschlich bleibt, in der weder innerlich noch äußerlich je die Waffen ruhen.

Aus den Aufzeichnungen der vergangenen zwei Jahre verwebt Ronnie Gross in ihrem Vortrag Eindrücke und Reflexionen über das Leben im Krieg, über Vertreibung und Flucht sowie über die damit verbundenen tiefgreifenden persönlichen Veränderungen. Statt nach Erkenntnissen zu suchen, erkundet sie die Möglichkeiten, offen zu bleiben – für Schönheit, für Leiden und für die vielen Widersprüche – und in einer Welt menschlich zu bleiben, in der dies eine nie endende tägliche Anstrengung bedeutet.

Momente und Eindrücke in Israel während des Krieges, aber auch während verschiedener Reisen durch Europa verdichten sich in Ronnie Gross’ Vortrag zu einer Auseinandersetzung mit der Bedeutung von Trauer und Gemeinschaft. In ausgewählten Texten untersucht sie, wie diese Erfahrungen ihre Identität und ihr Gefühl von Zugehörigkeit neu formten. Als Kontrast greift der Vortrag ruhige Momente und die Arbeit am Alltag auf: ausgedehnte Spaziergänge durch Wälder, die Übersetzung von Francis Wellers Buch The Wild Edge of Sorrow, die Ausbildung zur Psychotherapeutin und die Entdeckung, wie das alltägliche Schöne zu einem Akt des Widerstands werden kann.

Im Zentrum des Vortrags steht die Idee von Realitäten – im Plural und als Gegensätze. Liebe und Wut. Angst und Sicherheit. Schönheit und Verwüstung. Zugehörigkeit und Ausschluss. Das Bedürfnis zu gehen, das Bedürfnis zu bleiben. Statt zwischen diesen Realitäten zu wählen, erkundet der Vortrag, wie scheinbar gegensätzliche Wahrheiten gemeinsam existieren können, ohne dass sie auf Gewissheit reduziert werden müssen. Mehr als ein Vortrag ist die Veranstaltung deshalb eine Einladung, einander zuzuhören. Ausgehend von ihrer Arbeit als Autorin, Übersetzerin, angehende Therapeutin und Trauerbegleiterin öffnet Ronnie Gross einen Raum, in dem Schreiben zu einer Form der Zeugenschaft wird und Zärtlichkeit und Schrecken Seite an Seite existieren dürfen.

Die Veranstaltung umfasst Lesungen aus dem Newsletter, persönliche Reflexionen und ein Gespräch mit dem Publikum.

ACHTUNG: Zur Teilnahme ist eine Anmeldung via Online-Formular nötig: https://alter-leipziger-bahnhof.net/anmeldung-juedische-realitaeten/


Gefördert durch:

Diese Maßnahme wird mitfinanziert aus Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.

Jüdische Realitäten

Theaterperformance "Hey Jude, (don't) be afraid | 6. September 2026 18:00

06 Sep Theaterperformance Hey Jude, (don't) be afraid Benno Plassmann · Regie Aviran Edri, Konstantin Frank, Deborah Schneidermann · Schauspiel Datum: 6. September 2026 Uhrzeit: 18:00 Uhr Ort: Blaue Fabrik, Eisenbahnstraße 1, 01097 Dresden Eintritt: 10 EUR / 5 EUR ermäßigt | Reservierung erforderlich Theaterstück in englischer SpracheDrei Jüdinnen:Juden begegnen der aktuellen Welle von Antisemitismus in Europa auf ihre sehr jüdische Weise: Sie erzählen Geschichten. …

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06 Sep

Theaterperformance

Hey Jude, (don’t) be afraid

Benno Plassmann · Regie
Aviran Edri, Konstantin Frank, Deborah Schneidermann · Schauspiel

Datum: 6. September 2026

Uhrzeit: 18:00 Uhr

Ort: Blaue Fabrik, Eisenbahnstraße 1, 01097 Dresden

Eintritt: 10 EUR / 5 EUR ermäßigt | Reservierung erforderlich

Theaterstück in englischer Sprache
Drei Jüdinnen:Juden begegnen der aktuellen Welle von Antisemitismus in Europa auf ihre sehr jüdische Weise: Sie erzählen Geschichten. Ein Israeli, eine Deutsch-Amerikanerin und ein russischer Österreicher treten auf und natürlich ist es völlig unmöglich, dass sie über irgendetwas einer Meinung sind. Dieses neu entwickelte Stück voller schwarzem Humor, satirischer Sketche, Musik und sehr persönlichen Monologen hinterfragt Identitäten, lässt Ängsten Raum und beschäftigt sich mit Zugehörigkeiten. Mal wird das Publikum fast Teil einer Familiendiskussion beim Abendessen, die zu einer Gruppentherapie mutiert oder zu einem Sing-along wird.

Credits:

Von:
Aviran Edri
Konstantin Frank
Lisa Ullrich

Mit:
Aviran Edri
Konstantin Frank
Deborah Schneidermann

Regie:
Benno Plassmann

Produktion:
Instituts für Neue Soziale Plastik

Weiterführender Veranstaltungshinweis:
Jüdische Ossis IV – Räume der Freiheit und des Rückzugs
Installationen vom 22.09. bis 27.10.2026 in Dresden-Hellerau

ACHTUNG: Zur Teilnahme ist eine Anmeldung via Online-Formular nötig: https://alter-leipziger-bahnhof.net/anmeldung-juedische-realitaeten/


Gefördert durch:

Diese Maßnahme wird mitfinanziert aus Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.

Jüdische Realitäten

Alexander Estis & Tatjana Davis: In the Talmood (Lesung/Konzert) | 30. August 2026 19:00

30 Aug Lesung / Performance In the Talmood Alexander Estis · Text Tatjana Davis · Musik Datum: 30. August 2026 Uhrzeit: 18:00 Uhr Ort: Blaue Fabrik, Eisenbahnstraße 1, 01097 Dresden Eintritt: 6 EUR / 3 EUR ermäßigt | Reservierung erforderlich Im Rahmen der Ausstellung "Jüdische Realitäten" präsentieren Alexander Estis und Tatjana Davis einen Abend zwischen Wort und Ton, Prosa und Lyrik, Ernst und Satire, Tradition …

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30 Aug

Lesung / Performance

In the Talmood

Alexander Estis · Text
Tatjana Davis · Musik

Datum: 30. August 2026

Uhrzeit: 18:00 Uhr

Ort: Blaue Fabrik, Eisenbahnstraße 1, 01097 Dresden

Eintritt: 6 EUR / 3 EUR ermäßigt | Reservierung erforderlich

Im Rahmen der Ausstellung „Jüdische Realitäten“ präsentieren Alexander Estis und Tatjana Davis einen Abend zwischen Wort und Ton, Prosa und Lyrik, Ernst und Satire, Tradition und Experiment: Tatjana Davis bespielt virtuos die Klarinette in einem Spektrum von Klassik bis Klezmer, angereichert durch Loop-Variationen, Improvisationen und eigene Kompositionen, während Alexander Estis aus seinen sprachakrobatischen Satiren (u.a. aus dem Buch »Am Anfang war Schmonzes«) und Gedichten liest.

Die Künstler*innen:

Alexander Estis, 1986 in einer jüdischen Künstlerfamilie in Moskau geboren, ist Schriftsteller. Er schreibt u.a. für ZEIT, SZ und FAZ. Zuletzt erschien der Band »Am Anfang war Schmonzes. Jüdische Satiren« bei SATYR. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Kurt-Tucholsky-Preis.

Tatjana Davis studierte Klarinette und Klavier in Dresden und arbeitet als freischaffende Musikerin. Als Gründungsmitglied der Performancegruppe Youkalí komponiert und arrangiert sie Bühnenprogramme mit Vertonungen von Mascha Kaléko und Lili Grün. Momentan arbeitet sie an Lyrikvertonungen von Alexander Estis und an einer Musical Adaption nach Daniela Dröschers Roman „Lügen über meine Mutter“ zusammen mit Elisabeth Köstner (Buch und Regie). 2023 und 2025 erschienen darüber hinaus ihr »Piano Workbook – Dein Weg zu intuitivem KlavierSPIEL« und ein Klarinetten Ensemblebuch.

ACHTUNG: Zur Teilnahme ist eine Anmeldung via Online-Formular nötig: https://alter-leipziger-bahnhof.net/anmeldung-juedische-realitaeten/


Gefördert durch:

Diese Maßnahme wird mitfinanziert aus Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.

Jüdische Realitäten

Eröffnung der Ausstellung "Jüdische Realitäten" | 16. August 2026 18:00

16 Aug Vernissage "Jüdische Realitäten" Mit den Künstler*innen der Ausstellung; Musik: Susan Glass (DJ, Leipzig) Datum: 16. August 2026 Uhrzeit: 18:00 Uhr feierliche Eröffnung; ab 16:00 Uhr Möglichkeit zur Besichtigung Ort: Blaue Fabrik, Eisenbahnstraße 1, 01097 Dresden Eintritt: Eintritt frei | Anmeldung erforderlich Die Ausstellung "Jüdische Realitäten" zeigt Werke von Babi Brüller (München), Marik Lechner (Tel Aviv), Jacky Klein (London), Li Shir (Tel Aviv) und …

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16 Aug

Vernissage

„Jüdische Realitäten“

Mit den Künstler*innen der Ausstellung;
Musik: Susan Glass (DJ, Leipzig)

Datum: 16. August 2026

Uhrzeit: 18:00 Uhr feierliche Eröffnung; ab 16:00 Uhr Möglichkeit zur Besichtigung

Ort: Blaue Fabrik, Eisenbahnstraße 1, 01097 Dresden

Eintritt: Eintritt frei | Anmeldung erforderlich

Die Ausstellung „Jüdische Realitäten“ zeigt Werke von Babi Brüller (München), Marik Lechner (Tel Aviv), Jacky Klein (London), Li Shir (Tel Aviv) und Eli Singalovski (Tel Aviv). Ausführliche Informationen zu den Künstler*innen und dem Hintergrund der Ausstellung finden sie hier: https://alter-leipziger-bahnhof.net/juedische-realitaeten/

Nach einer Begrüßung durch die Veranstalter und einer kurzen Einführung in die Ausstellung durch die Kuratorinnen Annika Wienert und Alexandra Klei folgen Redebeiträge der ausstellenden Künstler*innen. Nach der Eröffnung gibt es Musik von Susan Glass (DJ, Leipzig).

ACHTUNG: Zur Teilnahme an der Vernissage ist eine Anmeldung via Online-Formular nötig: https://alter-leipziger-bahnhof.net/anmeldung-juedische-realitaeten/


Gefördert durch:

Diese Maßnahme wird mitfinanziert aus Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.

Jüdische Realitäten

Ausstellung "Jüdische Realitäten" | 16. Aug. 2026 – 6. Sep. 2026

Die Ausstellung „Jüdische Realitäten“ zeigt Werke von fünf jüdischen Künstler:innen aus Deutschland, Großbritannien und Israel: Fotografien, Malerei, Zeichnung, Objektkunst und Text. Der Titel verweist einerseits darauf, dass jüdisches Leben, jüdische Gegenwart und jüdische Kultur stets in ihrer Pluralität gedacht werden müssen. Andererseits bezieht er sich darauf, dass sich jüdische Realitäten mit dem Massaker der Hamas im Süden Israels am 7. Oktober 2023 weltweit einschneidend verändert …

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Die Ausstellung „Jüdische Realitäten“ zeigt Werke von fünf jüdischen Künstler:innen aus Deutschland, Großbritannien und Israel: Fotografien, Malerei, Zeichnung, Objektkunst und Text. Der Titel verweist einerseits darauf, dass jüdisches Leben, jüdische Gegenwart und jüdische Kultur stets in ihrer Pluralität gedacht werden müssen. Andererseits bezieht er sich darauf, dass sich jüdische Realitäten mit dem Massaker der Hamas im Süden Israels am 7. Oktober 2023 weltweit einschneidend verändert haben. Einige der gezeigten Arbeiten entstanden als direkte Reaktion auf den Terrorangriff. Andere setzen sich mit dem Erbe jüdischer Familiengeschichten auseinander oder zeigen jüdische Realitäten in Europa lange vor dem 7. Oktober.

Details zur Ausstellung

Ort: Blaue Fabrik, Eisenbahnstr. 1, 01097 Dresden
Laufzeit: 16. August bis 6. September 2026
Öffnungszeiten: Di, Do, So, 15-19 Uhr
Zusätzlich während des Sommerfests der Blauen Fabrik: 21. und 22. August 2026, 15-19 Uhr.

Vernissage: 16. August 2026, ab 16 Uhr
unter Anwesenheit der Künstler*innen
Musik: Susan Glass

Präsentiert werden Arbeiten von Babi Brüller (München), Marik Lechner (Tel Aviv), Jacky Klein (London), Li Shir (Tel Aviv) und Eli Singalovski (Tel Aviv).

Infos zu allen Künstler*innen und dem Begleitprogramm

Gefördert durch:

Diese Maßnahme wird mitfinanziert aus durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.

Erinnern-Bilden-Begegnen

„Wir leben!“ – Porträts von Überlebenden des Holocaust | 25. Juni 2026 – 11. Aug. 2026

Mit „Wir leben!“ zeigt der Gedenkort Alter Leipziger Bahnhof e. V. Porträts von Holocaust-Überlebenden, die aus Begegnungen der Künstlerin Helene Isolde Roßner in Israel hervorgegangen sind. Die Ausstellung fragt nach Erinnerung, Würde und Weiterleben – und danach, welche Bedeutung persönliche Begegnungen für eine lebendige Erinnerungskultur haben. Zur Vernissage am 25. Juni 2026 um 18 Uhr spricht die Holocaust-Überlebende und Zeitzeugin Renate Aris. Ausgangspunkt der Werkreihe …

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Mit „Wir leben!“ zeigt der Gedenkort Alter Leipziger Bahnhof e. V. Porträts von Holocaust-Überlebenden, die aus Begegnungen der Künstlerin Helene Isolde Roßner in Israel hervorgegangen sind. Die Ausstellung fragt nach Erinnerung, Würde und Weiterleben – und danach, welche Bedeutung persönliche Begegnungen für eine lebendige Erinnerungskultur haben. Zur Vernissage am 25. Juni 2026 um 18 Uhr spricht die Holocaust-Überlebende und Zeitzeugin Renate Aris.

Ausgangspunkt der Werkreihe waren zwei Aufenthalte Roßners in Israel, an denen sie im Rahmen von Arbeits- und Hilfsprojekten der Sächsischen Israelfreunde teilnahm. Dort begegnete sie Menschen, die die nationalsozialistische Verfolgung und Vernichtung überlebt hatten. Ihre Porträts halten diese Begegnungen künstlerisch fest: nicht als historische Illustration, sondern als Annäherung an einzelne Lebensgeschichten, an Verletzlichkeit, Würde und Gegenwart.

Der Titel „Wir leben!“ verweist dabei auf mehr als das Überleben. Er macht sichtbar, dass die Geschichten der Überlebenden nicht mit der Erfahrung von Verfolgung enden. Die Ausstellung fragt nach Erinnerung, nach Verantwortung und nach der Bedeutung persönlicher Begegnung in einer Zeit, in der nur noch wenige Zeitzeug*innen selbst berichten können.

Die Ausstellung wird am Donnerstag, 25. Juni 2026, um 18 Uhr eröffnet. Zur Vernissage spricht Renate Aris, Holocaust-Überlebende und Zeitzeugin aus Dresden. Die Eröffnung wird musikalisch begleitet.

Helene Isolde Roßner wurde 1946 in Lichtenstein/Sachsen geboren. Sie studierte von 1966 bis 1970 angewandte Kunst in Berlin und ist seit den 1970er Jahren freischaffend als Künstlerin und Grafikerin tätig. Zu ihrem Werk gehören unter anderem Buchgestaltungen, Aquarelle, Zeichnungen sowie Glas- und Metallarbeiten für sakrale und öffentliche Räume. Seit vielen Jahren gibt sie außerdem Kurse im Bereich Aquarellmalerei.

Die Ausstellung ist vom 26. Juni bis 11. August 2026 zu sehen. Ein Besuch ist zu allen öffentlichen Veranstaltungen sowie mittwochs von 14 bis 18 Uhr möglich. Weitere betreute Öffnungszeiten werden demnächst bekannt gegeben.

Förderhinweis:

Die Ausstellung wird gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und ist Teil von Tacheles – Jahr der Jüdischen Kultur in Sachsen.

Geschichtswerkstatt

DAS LETZTE SCHIFF – Werkstattbericht zum Dokumentarfilmprojekt | 28. Mai 2026 18:00

In einer multimedialen Ausstellung werden Leopold Grün und Dirk Uhlig am 28.5. ab 19 Uhr in der WIR-AG, Martin-Luther-Straße 21, 01099 Dresden, Details der Rechercheergebnisse zum Projekt DAS LETZTE SCHIFF (AT) präsentieren. Eine lang verborgene Familiengeschichte, die von Faschismus, Judenverfolgung, Exil und Kaltem Krieg erzählt. In der bisherigen Recherche sind bereits mehr als 500 Seiten Aktenmaterial aus den Staatsarchiven Dresden, Zwickau und Hamburg dazu aufgetaucht. …

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In einer multimedialen Ausstellung werden Leopold Grün und Dirk Uhlig am 28.5. ab 19 Uhr in der WIR-AG, Martin-Luther-Straße 21, 01099 Dresden, Details der Rechercheergebnisse zum Projekt DAS LETZTE SCHIFF (AT) präsentieren.

Eine lang verborgene Familiengeschichte, die von Faschismus, Judenverfolgung, Exil und Kaltem Krieg erzählt. In der bisherigen Recherche sind bereits mehr als 500 Seiten Aktenmaterial aus den Staatsarchiven Dresden, Zwickau und Hamburg dazu aufgetaucht. Zudem finden sich Unterlagen und Briefe in privaten und anderen Archiven.

Zum Hintergrund:

Als Jude erlebt Wolfgang Grün in der zweiten Hälfte der 1930er-Jahre die zunehmende Ausgrenzung im nationalsozialistischen Dresden. Mehrmals wird er arbeitslos. Als junger Vater zweier Kinder kann er nicht ausreichend für seine Familie sorgen. Die Ehe gerät in eine Krise. 1937 wird er denunziert. 1938 wird Wolfgang Grün der Prozess gemacht – das Urteil: Rassenschande. Für die Dauer von 15 Monaten muss er ins Zuchthaus. Kurz vor Kriegsbeginn emigriert er 1939 mit einem der letzten Schiffe von Genua aus nach Shanghai.

Seine Mutter Frida Grün muss 1941 in ein Dresdner Judenhaus ziehen. Als sie 1942 auf dem Weg zurück von der Zwangsarbeit in der Straßenbahn einen Schwächeanfall erleidet und sich auf einen Sitzplatz begibt, wird sie von der Gestapo inhaftiert und nach Ravensbrück deportiert. 10 Tage später wird Frida Grün in Auschwitz ermordet. Wolfgang Grüns Schwestern Ruth und Erika werden 1941 nach Riga deportiert, danach ins KZ Stutthof verlegt.

In Shanghai erhält Wolfgang Grün anfangs Unterstützung durch die jüdische Gemeinde und arbeitet als Mechaniker. Ab 1942 muss er unter der japanischen Besatzung im Shanghaier Ghetto Hongkew leben. Nach Kriegsende arbeitet er als Schlosser und betreut den Fuhrpark der amerikanischen Botschaft in Nanking. Zurück in Shanghai, betreibt er eine Autowerkstatt. 1951 wird er von den Kommunisten der Spionage für die Amerikaner verdächtigt und kommt erneut in Haft.

Nach zwei Jahren Gefängnis wird Wolfgang Grün 1953 nach Hongkong abgeschoben, von dort gelingt ihm die Rückkehr nach Deutschland. In Hamburg versucht er mit Unterstützung der Anwaltskanzlei Rosenhaft in mühsamen Rechtsverfahren Wiedergutmachungsleistungen zu erlangen.

Nach einer kurzen Wiederbegegnung mit seiner ehemaligen Frau Thea und seinen Söhnen Konrad und Rainer 1953 in Hamburg bricht der Kontakt zur Dresdner Familie in der DDR für 33 Jahre vollkommen ab. 1988 stirbt Wolfgang Grün.


Diese Veranstaltung ist Teil der Geschichtswerkstatt „Knotenpunkt Deportationen Dresden“ des Förderkreises Alter Leipziger Bahnhof und Partnerinstitutionen.

Förderhinweis:

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch die Stiftung Sächsische Gedenkstätten aus Steuermitteln auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

Geschichtswerkstatt

Der Neue Israelitischen Friedhof als Quelle für die Forschung zur Shoah | 30. Juni 2026 15:00

30.06.2026 15 – 17 Uhr (!), Eingang zum Neuen Israelitischen Friedhof, Fiedlerstr. 3 Nach der Schließung des Alten Jüdischen Friedhofs in der Dresdner Neustadt um 1869 musste ein neues Friedhofsgelände erschlossen werden. Mehrfach erforderliche Erweiterungen, schwere Zerstörungen infolge der Bombenangriffe, schließlich der Wiederaufbau der Trauerhalle und die Nutzung als Synagoge gehören zur Geschichte des Friedhofs. Auch Dresdner Jüdinnen und Juden, die während der Zeit der …

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30.06.2026 15 – 17 Uhr (!), Eingang zum Neuen Israelitischen Friedhof, Fiedlerstr. 3

Nach der Schließung des Alten Jüdischen Friedhofs in der Dresdner Neustadt um 1869 musste ein neues Friedhofsgelände erschlossen werden. Mehrfach erforderliche Erweiterungen, schwere Zerstörungen infolge der Bombenangriffe, schließlich der Wiederaufbau der Trauerhalle und die Nutzung als Synagoge gehören zur Geschichte des Friedhofs. Auch Dresdner Jüdinnen und Juden, die während der Zeit der Shoah um Leben kamen, ruhen hier. Oft können nur aus den Grabinschriften und Gedenktafeln ihre Namen und Lebensumstände erschlossen werden. Der Rundgang nähert sich dem Friedhof als historischer Quelle und zeigt an Beispielen, wie diese Forschung mit anderen Zeugnissen verbunden werden kann. Außerdem sind verschiedene Formen des Gedenkens an die Opfer der Shoah zu sehen.

Achtung: Männliche Teilnehmende benötigen eine Kopfbedeckung

Rundgang mit Heike Liebsch, HATiKVA e.V.


Diese Veranstaltung ist Teil der Geschichtswerkstatt „Knotenpunkt Deportationen Dresden“ des Förderkreises Alter Leipziger Bahnhof und Partnerinstitutionen.

Förderhinweis:

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch die Stiftung Sächsische Gedenkstätten aus Steuermitteln auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

Geschichtswerkstatt

Rundgang zur NS-Verfolgung von Jüd*innen in Dresden mit Audioscript | 16. Juni 2026 18:00

16.06.2026, 18 Uhr, Treffpunkt St. Pauli Friedhof, Eingang, Haltestelle Sankt-Pauli-Friedhof Wir haben 2008 mit dem audioscript einen Audio-Stadtrundgang zu exemplarischen Orten der anti¬se¬mi¬tischen Verfolgung im Nationalsozialismus veröffentlicht. Zwei der Tracks sind im Gedenkareal Dresdner Norden verortet. Im Rahmen der Geschichtswerkstatt laden wir dazu ein, den Track »Geländebewahrer« – Das Judenlager am Hellerberg gemeinsam zu hören und zu diskutieren, auch die aktuellen Entwicklungen auf dem Gelände. …

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16.06.2026, 18 Uhr, Treffpunkt St. Pauli Friedhof, Eingang, Haltestelle Sankt-Pauli-Friedhof

Wir haben 2008 mit dem audioscript einen Audio-Stadtrundgang zu exemplarischen Orten der anti¬se¬mi¬tischen Verfolgung im Nationalsozialismus veröffentlicht. Zwei der Tracks sind im Gedenkareal Dresdner Norden verortet. Im Rahmen der Geschichtswerkstatt laden wir dazu ein, den Track »Geländebewahrer« – Das Judenlager am Hellerberg gemeinsam zu hören und zu diskutieren, auch die aktuellen Entwicklungen auf dem Gelände. Dazu treffen wir uns am Eingang des St. Pauli-Friedhofs. Im Anschluss laufen wir über die Heidestraße in das Zentralwerk (Riesaer Straße), dem ehemaligen Standort des Goehlewerkes, und hören dort den Track „Jüdische Zwangsarbeit in der Rüstungsindustrie. Das Goehlewerk der Zeiss Ikon AG“. Danach gibt es die Möglichkeit für Fragen und Austausch.
Bitte bringt Smartphone, Kopfhörer und mobile Daten mit!


Diese Veranstaltung ist Teil der Geschichtswerkstatt „Knotenpunkt Deportationen Dresden“ des Förderkreises Alter Leipziger Bahnhof und Partnerinstitutionen.

Förderhinweis:

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch die Stiftung Sächsische Gedenkstätten aus Steuermitteln auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

Geschichtswerkstatt

Zwangsarbeit im Goehle-Werk: Die Rolle des heutigen Zentralwerks in der NS-Zeit bis heute | 19. Mai 2026 18:00

19.05.2026, 18 Uhr, Treffpunkt Innenhof Das heutige Zentralwerk in der Riesaer Straße 32 in Dresden-Pieschen ist ein lebendiger Ort des offenen und partizipativen kulturellen Austauschs, an dem Kreative wirken und leben. Eingeschrieben in den Ort ist jedoch auch seine bewegte Geschichte: Während der NS-Zeit befand sich hier mit dem Goehle-Werk der Zeiss Ikon AG die größte Rüstungsproduktionsstätte der Stadt, in der auch Zwangsarbeitende eingesetzt wurden. …

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19.05.2026, 18 Uhr, Treffpunkt Innenhof

Das heutige Zentralwerk in der Riesaer Straße 32 in Dresden-Pieschen ist ein lebendiger Ort des offenen und partizipativen kulturellen Austauschs, an dem Kreative wirken und leben. Eingeschrieben in den Ort ist jedoch auch seine bewegte Geschichte: Während der NS-Zeit befand sich hier mit dem Goehle-Werk der Zeiss Ikon AG die größte Rüstungsproduktionsstätte der Stadt, in der auch Zwangsarbeitende eingesetzt wurden. Diese düstere Phase der Geschichte geriet lange in Vergessenheit. Seit der Wiederbelebung des lange Zeit leerstehenden Areals durch den Zentralwerk e.V. im Jahr 2015 wird die Geschichte des Ortes vor 1945 intensiv aufgearbeitet.

Rundgang mit Barbara Lubich, Zentralwerk e.V.


Diese Veranstaltung ist Teil der Geschichtswerkstatt „Knotenpunkt Deportationen Dresden“ des Förderkreises Alter Leipziger Bahnhof und Partnerinstitutionen.

Förderhinweis:

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch die Stiftung Sächsische Gedenkstätten aus Steuermitteln auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

Geschichtswerkstatt

SPURENSUCHE: Rundgang zur Verfolgung der Sinti*zze und Rom*nja im NS | 12. Mai 2026 18:00

SPURENSUCHE: Gemeinsamer Stadtrundgang zur Verfolgung und Vernichtung der Sintizze und Romnja in Dresden während des Nationalsozialismus in Dresden und die Diskriminierung bis heute. Mehr als 500.000 Romnja und Sintizze wurden während des Nationalsozialismus ermordet. Sie wurden im Alltag verfolgt und mussten Zwangsarbeit in Lagern und Fabriken leisten. Viele fielen der alltäglichen Gewalt, dem Hunger undKrankheiten zum Opfer. Sie wurden Opfer einer rassistischen Verfolgungspolitik, die für …

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SPURENSUCHE: Gemeinsamer Stadtrundgang zur Verfolgung und Vernichtung der Sintizze und Romnja in Dresden während des Nationalsozialismus in Dresden und die Diskriminierung bis heute. Mehr als 500.000 Romnja und Sintizze wurden während des Nationalsozialismus ermordet. Sie wurden im Alltag verfolgt und mussten Zwangsarbeit in Lagern und Fabriken leisten. Viele fielen der alltäglichen Gewalt, dem Hunger und
Krankheiten zum Opfer. Sie wurden Opfer einer rassistischen Verfolgungspolitik, die für viele mit dem Mord in den Vernichtungslagern endete. Der Rundgang verortet das Verbrechen im
Lokalen.

Wann: 12. Mai 2026, 18 Uhr,
Wo: Gedenktafel für die jüdische Bürger*innen an der Kreuzkirche in Dresden
Wer: mit Anne Klopfer und Kathrin Krahl von RomaRespekt

*** Bitte bringt Handy und Kopfhörer mit!

Förderhinweis:

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch die Stiftung Sächsische Gedenkstätten aus Steuermitteln auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

Geschichtswerkstatt

"Knotenpunkt Deportationen Dresden" – Impuls: Biographierecherche | 28. April 2026 18:00

Am 28. April laden wir alle Interessierten herzlich zur Teilnahme am ersten Impuls im Rahmen der Geschichtswerkstatt „Knotenpunkt Deportationen Dresden“ ein! Gabriele Attanasow vom Gedenkbucharchiv Dresden wird uns am historischen Ort in der Blauen Fabrik anhand des „Buches der Erinnerung“, das die Namen und Biographien von über 2.000 Menschen aus Stadt und Kreis Dresden enthält, die während der Shoah ermordet wurden, im ersten Impuls die …

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Am 28. April laden wir alle Interessierten herzlich zur Teilnahme am ersten Impuls im Rahmen der Geschichtswerkstatt „Knotenpunkt Deportationen Dresden“ ein! Gabriele Attanasow vom Gedenkbucharchiv Dresden wird uns am historischen Ort in der Blauen Fabrik anhand des „Buches der Erinnerung“, das die Namen und Biographien von über 2.000 Menschen aus Stadt und Kreis Dresden enthält, die während der Shoah ermordet wurden, im ersten Impuls die biographische Recherche näher bringen.

Los geht es um 18 Uhr, Treffpunkt ist der Projektraum in der Blauen Fabrik, Eisenbahnstr. 1 in Dresden.

Kommt vorbei, wir freuen uns auf Euch!

Die Geschichtswerkstatt:

Mit der Geschichtswerkstatt „Knotenpunkt Deportationen Dresden“ lädt der Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof dazu ein, sich gemeinsam mit der Geschichte des Ortes und seiner Bedeutung im nationalsozialistischen Verfolgungs- und Vernichtungssystem zu beschäftigen. Zwischen April und November 2026 finden in einem zweiwöchentlichen Turnus Treffen statt, bei denen historische Forschung, lokale Initiativen und interessierte Bürger*innen miteinander ins Gespräch kommen.

Die Werkstatt verbindet Fachimpulse mit offenen Austauschrunden. Initiativen und Projekte stellen dabei ihre Forschung, vorhandene Quellen und Vermittlungsansätze vor.

Die Geschichtswerkstatt richtet sich an historisch Interessierte, Studierende, Forschende sowie an Menschen aus Initiativen und der Zivilgesellschaft, die sich mit Fragen der lokalen NS-Geschichte und Erinnerungskultur beschäftigen möchten. Ein Einstieg ist jederzeit möglich.

Kontakt: projekt@alter-leipziger-bahnhof.net

Förderhinweis:

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch die Stiftung Sächsische Gedenkstätten aus Steuermitteln auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

Geschichtswerkstatt

Auftakt: Geschichtswerkstatt „Knotenpunkt Deportationen Dresden“ | 14. April 2026 18:00

Am 14. April 2026 startet 18 Uhr die Geschichtswerkstatt "Knotenpunkt Deportationen Dresden" mit einer Einführung und einem Rundgang auf dem Gelände des Alten Leipziger Bahnhof Dresden. Weitere InformationenAnmelden: projekt[at]alter-leipziger-bahnhof.net Förderhinweis: Diese Maßnahme wird/wurde finanziert/mitfinanziert durch die Stiftung Sächsische Gedenkstätten aus Steuermitteln auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

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Am 14. April 2026 startet 18 Uhr die Geschichtswerkstatt „Knotenpunkt Deportationen Dresden“ mit einer Einführung und einem Rundgang auf dem Gelände des Alten Leipziger Bahnhof Dresden.

Weitere Informationen
Anmelden: projekt[at]alter-leipziger-bahnhof.net

Förderhinweis:

Diese Maßnahme wird/wurde finanziert/mitfinanziert durch die Stiftung Sächsische Gedenkstätten aus Steuermitteln auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

Veranstaltungen

Ausstellung »UnSeen« – Künstlerische Forschung als Erinnerungsarbeit? | 5. Dez. 2025 – 6. Jan. 2026

Vom 5. Dezember 2025 bis 6. Januar 2026 zeigt der Fachbereich Kunstpädagogik/-didaktik der Universität Potsdam in enger Kooperation mit dem Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof unter kuratorischer Leitung von Drin. phil. Antje Winkler, die Ausstellung »UnSeen«. Präsentiert werden künstlerische Arbeiten von Studierenden der Universität Potsdam, die sich im Rahmen von Seminaren seit 2024 forschend mit dem Alten Leipziger Bahnhof in Dresden – einem NS-Täter*innenort der Deportationen …

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Vom 5. Dezember 2025 bis 6. Januar 2026 zeigt der Fachbereich Kunstpädagogik/-didaktik der Universität Potsdam in enger Kooperation mit dem Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof unter kuratorischer Leitung von Drin. phil. Antje Winkler, die Ausstellung »UnSeen«. Präsentiert werden künstlerische Arbeiten von Studierenden der Universität Potsdam, die sich im Rahmen von Seminaren seit 2024 forschend mit dem Alten Leipziger Bahnhof in Dresden – einem NS-Täter*innenort der Deportationen – auseinandergesetzt haben. Hinzukommen künstlerische Arbeiten von Studierenden der Brandenburgischen-Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, die sich auch seminaristisch zum einen im Primarstufenbereich und im Fachbereich Soziale Arbeit mit »Erinnerungskultur und Kunst« dem Novemberpogrom in Senftenberg 1938 sowie mit rassistischen Morden in Brandenburg in der BRD der 1990er Jahre befassten. „UnSeen“ versteht sich als Artistic-Research-Projekt und als offenes Forum für Dialog, Reflexion und künstlerisch-ästhetische Bildung – an einem Ort, der Fragen herausfordert und der ein künstlerisch-ästhetisches Denkhandeln für eine plurale und zeitgenössische Erinnerungskultur fokussiert. Eine zentrale Fragestellung ist, wie künstlerische Forschung zur ästhetischen Bildung, zur historischen Reflexion und zu einer pluralen bzw. zeitgenössischen Erinnerungskultur beitragen kann und zugleich das Unsichtbare sichtbar macht sowie neue Perspektiven und Zugänge auf Täterschaft, Erinnerung und Gegenwart eröffnen.

Mitwirkende & Künstler*innen:
Nilgün Corogil, Uriel Klein, Yannik Krüger-Jacoby, Stefanie Hinz, Denise Koroll, Antonia Jenkel, Anja Jatschek, Laura Domnik, Linda Amanda Gerstner, Lisa-Marie Kuhnt, Mathilda Binguel, Juana Beuster, Klara Bittner, Johanna Blumhagen, Matilda Dertmann, Janina Kurda, Loreta Loxha, Alexa Schaarwächter, Anna Nguyen, Launora Shala-Zinserling, Sophia Sickel, Antje Winkler

Unterstützer*innen & Critical Friends:
Claudia Jerzak, Timm Stafe, Dieter Gaitzsch, Antje Meichsner, Aletta Beck, Christine Woditschka

Förderer:
Stadtbezirksbeirat Dresden Neustadt, Universität Potsdam, BDK Landesverband Berlin.

Kontakt:
antje.monika.winkler@uni-potsdam.de

Eröffnung:
4. Dezember 2025, 18 Uhr, blaueFABRIK
Eisenbahnstraße 1, 01097 Dresden 

Eintritt frei 

Veranstaltungen

Ausstellung: TRANSIT – Bilder aus dem Exil | 9. Jan. 2026 – 8. Feb. 2026

Auseinandersetzung mit dem Thema Verfolgung, Flucht und Exil einer Dresdner jüdischen Familie in den Werken der argentinischen Künstlerin Mónica Laura Weiss aus Buenos Aires WO: KABINETT im Zentralwerk e. V. · Riesaer Straße 32 · 01127 DresdenWANN: 9. Jan bis 8. Feb 2026, Donnerstag – Samstag 16 bis 20 Uhr, Sonntag 15 bis 18 Uhr. Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 8. Januar 2026, 18 Uhr HINWEIS: Führungen für Gruppen …

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Auseinandersetzung mit dem Thema Verfolgung, Flucht und Exil einer Dresdner jüdischen Familie in den Werken der argentinischen Künstlerin Mónica Laura Weiss aus Buenos Aires

WO: KABINETT im Zentralwerk e. V. · Riesaer Straße 32 · 01127 Dresden
WANN: 9. Jan bis 8. Feb 2026, Donnerstag – Samstag 16 bis 20 Uhr, Sonntag 15 bis 18 Uhr.

Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 8. Januar 2026, 18 Uhr

HINWEIS: Führungen für Gruppen und Schulklassen an allen Wochentagen ab 10 Uhr nach vorheriger Absprache unter: info@alter-leipziger-bahnhof.net oder unter: +49 174 498 009 6 möglich!

ZUR AUSSTELLUNG:
Verfolgung und Flucht begann nicht erst mit Ausbruch des Krieges, durch die deutsche Wehrmacht am 1. September 1939. Hass und Hetze, Ausgrenzung, Verfolgung und Stigmatisierung von vermeintlich Fremden und Andersdenkenden begann mit der Machtübergabe an die Nationalsozialisten 1933.

Die argentinische Künstlerin Mónica Laura Weiss ist die Tochter, Nichte und Enkelin der Familie Reizes aus Dresden. Die Familie kam 1933 aus ihrem Urlaub in Marienbad nicht mehr nach Dresden zurück. Die Schwester des Vaters, Paula, hatte vor der Gestapo gewarnt, welche in der Firma von Rudolf Reizes nach „verbotener“ Korrespondenz und Devisen gesucht hatte. Damit begann die Fluchtodyssee der jüdischen Familie Reizes vor dem nationalsozialistischen Terrorregime über Österreich, Palästina nach Argentinien. Paula verheiratete Gutmann konnte die Familie ihres Bruders Rudolf vor der nationalsozialistischen Verfolgung warnen, sie selbst wurde aus Breslau nach Theresienstadt deportiert und hat die Shoa nicht überlebt.

In ihren Werken verarbeitet die Künstlerin ihre familiären deutsch-jüdischen Wurzeln und die „langen Schatten der Vergangenheit“ wie sie es selbst nennt. Ihre Bilder spiegeln Motive der Verfolgung, Flucht, der verlorenen Heimat und der Erfahrungen einer Existenz im Spannungsfeld zweier Kulturen. Mit diesem vom Exil geprägtem Leben der Mutter aus Dresden kontrastiert die Tochter, die Künstlerin, Bilder ihrer eigenen Kindheit in Argentinien und verwendet dafür Dokumente aus dem überlieferten Familienfundus. In ihren gestalteten Buchobjekten befinden sich auf dem Hintergrund von Foto- und anderen Dokumenten sowohl kleine Objekte als auch Gedichte in deutscher Sprache verschiedener Autorinnen und Autoren, die ebenso ins Exil getrieben worden sind.

Diese Ausstellung eignet sich für selbstforschendes Lernen zu den Themen: NS-Diktatur am Beispiel der Familie Reizes, Vertreibung und Flucht sowie Exil.

Mit freundlicher Unterstützung von:

In Kooperation mit

Veranstaltungen

Eröffnung: TRANSIT – Bilder aus dem Exil | 8. Januar 2026 18:00

Der Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof lädt Sie gemeinsam mit Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. herzlich zur Ausstellungseröffnung von TRANSIT – Bilder aus dem Exil ein. Die Ausstellung setzt sich mit den Themen Verfolgung, Flucht und Exil einer Dresdner jüdischen Familie in den Werken der argentinischen Künstlerin Mónica Laura Weiss auseinander. Die argentinische Künstlerin Mónica Laura Weiss ist die Tochter und Enkelin der Familie Reizes, einer jüdischen Familie aus Dresden, die …

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Der Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof lädt Sie gemeinsam mit Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. herzlich zur Ausstellungseröffnung von TRANSIT – Bilder aus dem Exil ein. Die Ausstellung setzt sich mit den Themen Verfolgung, Flucht und Exil einer Dresdner jüdischen Familie in den Werken der argentinischen Künstlerin Mónica Laura Weiss auseinander. Die argentinische Künstlerin Mónica Laura Weiss ist die Tochter und Enkelin der Familie Reizes, einer jüdischen Familie aus Dresden, die aus ihrem Urlaub 1933 in Marienbad nicht mehr in ihr Zuhause nach Dresden zurückkehren konnten. Die familiären deutsch-jüdischen Wurzeln und die langen Schatten der Vergangenheit verarbeitet die argentinische Künstlerin Mónica Laura Weiss in ihren Werken. Ihre Bilder spiegeln Motive der Verfolgung und Flucht, der verlorenen Heimat und der Erfahrung einer Existenz im Spannungsfeld zweier Kulturen wider.

WANN: Donnerstag, den 8. Januar 2026 um 18:00 Uhr.WO: Ausstellung im KABINETT, Zentralwerk e.V., Riesaer Straße 32

Programm:

Grußworte: Annekatrin Klepsch, (Kulturbürgermeisterin der Stadt Dresden) und Ekaterina Kulakova (Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Dresden und des Landesverband Sachsen der Jüdischen Gemeinden)
Laudatio: Dr. Gabriele Knapp (Berlin)
Musik: Max Loeb Garcia (Dresden)

Film: „OMITA“ – Transit (Regie: Michel Steinberg, Berlin)
Der Film beleuchtet dokumentarisch die familiäre Fluchtgeschichte). Der Regisseur ist Neffe von Monica Laura Weiss und bei der Eröffnung ebenfalls anwesend.

Die Ausstellung kann vom 9. Januar bis 8. Februar 2026 besucht werden.

Mit freundlicher Unterstützung von:

Mitveranstalter:

In Kooperation mit

Veranstaltungen

Gedenken an die Novemberpogrome | 9. November 2025 18:00

‘Ich bitte euch. Seid Menschen, seid Menschen!`- Die Worte von Margot Friedländer sind heute aktueller denn je. Miteinander reden und nach Lösungen suchen, damit sich das, was passiert ist, nicht wiederholt – dazu wollen wir das diesjährige Gedenken an die Novemberpogrome vor 87 Jahren nutzen. Hierfür lädt die Initiative „Herz statt Hetze” am 09.11.2025 ab 18:00 Uhr zu einem Gedenken an den 87. Jahrestag der …

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‘Ich bitte euch. Seid Menschen, seid Menschen!`- Die Worte von Margot Friedländer sind heute aktueller denn je. Miteinander reden und nach Lösungen suchen, damit sich das, was passiert ist, nicht wiederholt – dazu wollen wir das diesjährige Gedenken an die Novemberpogrome vor 87 Jahren nutzen.

Hierfür lädt die Initiative „Herz statt Hetze” am 09.11.2025 ab 18:00 Uhr zu einem Gedenken an den 87. Jahrestag der Reichspogromnacht am Alten Leipziger Bahnhof, Eisenbahnstraße 1 in Dresden  ein.

Im Anschluss findet in den Räumen der Synagoge der Jüdischen Kultusgemeinde Dresden ein dem Anlass gewidmetes Programm statt.

Veranstaltungen

Irena Rüther-Rabinowicz – eine audiovisuelle biografische Annäherung | 12. September 2025 20:00

Zu diesem Projekt wurden wir durch die Ausstellung „Jahrhundertzeugin.  Irena Rüther-Rabinowicz – Auf den Spuren einer jüdischen Künstlerin“, die im April bis August 2024 in der Städtischen Galerie Dresden gezeigt wurde, angeregt. Irena Rüther-Rabinowicz war eine jüdische Künstlerin und gehörte zu den drei ersten Frauen, die 1919 an der Kunstakademie Dresden immatrikuliert wurde, wo sie zur gleichen Zeit wie Otto Dix studierte. Später wurde sie freischaffende …

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Zu diesem Projekt wurden wir durch die Ausstellung „Jahrhundertzeugin.  Irena Rüther-Rabinowicz – Auf den Spuren einer jüdischen Künstlerin“, die im April bis August 2024 in der Städtischen Galerie Dresden gezeigt wurde, angeregt.

Irena Rüther-Rabinowicz war eine jüdische Künstlerin und gehörte zu den drei ersten Frauen, die 1919 an der Kunstakademie Dresden immatrikuliert wurde, wo sie zur gleichen Zeit wie Otto Dix studierte. Später wurde sie freischaffende Künstlerin. 1934 wurden sie und ihr Mann Hubert Rüther mit einem Ausstellungsverbot belegt. Da Hubert Rüther dem Druck der Nazis zur Beendigung ihrer Mischehe nicht nachgab, wurde sie nicht deportiert, jedoch nach der Pogromnacht 1938 für einige Wochen inhaftiert. Ab April 1943 wurde Irena Rüther-Rabinowicz zur Zwangsarbeit in einer Kartonfabrik verpflichtet. Am 16. Februar 1945 sollten die letzten in Dresden noch lebenden Jüdinnen und Juden in das KZ Theresienstadt deportiert werden. Der alliierte Luftangriff vom 13. Februar verhinderte die geplante Deportation. Nach dem verheerenden Krieg nahm sie als Künstlerin wieder am kulturellen Leben der Stadt Dresden teil und trat besonders als Porträtistin in Erscheinung. Irena Rüther-Rabinowicz starb 1979 in Dresden und wurde auf dem Friedhof in Loschwitz beerdigt.

Im Sandstein Verlag liegt eine von der Städtischen Galerie Dresden herausgegebene Monographie vor.

Beteiligte Künstler

  • Anna Quitzke: voice performance
  • Günter Heinz: music performance
  • Jo Siamon Salich: interactive visuals
  • Andre Bartetzki: sounds
  • music composition:  Andre Bartetzki und Günter Heinz

Wir bedanken uns für die Unterstützung und Anregungen durch Städtische Galerie Dresden, Dr. Johannes Schmidt, Richard Stratenschulte, Matthias Müller, Prof. Dr. Schröder, Ingo Bobe, Lucia Maria Kunz und allen weiteren Beteiligten.

Der Eintritt ist frei.

Gefördert vom Stadtbezirk Neustadt.

Veranstaltungen

Wie geht es weiter? Informationsabend und Diskussion | 11. September 2025 18:00

Wir laden Sie herzlich zum Informations- und Diskussionsabend über den aktuellen Entwicklungsstand zur geplanten "Gedenk- und Begegnunsstätte am Alten Leipziger Bahnhof" ein. Nach einer kurzen Einführung in die letzten Entwicklungen und in das durch den Förderkreis 2025 erarbeitete Konzept diskutieren wir mit Vertreter*innen aus Politik, Gesellschaft und Stadtverwaltung über die nächsten Schritte. Das ganze findet statt am 11. September 2025, ab 18 Uhr in der …

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Wir laden Sie herzlich zum Informations- und Diskussionsabend über den aktuellen Entwicklungsstand zur geplanten „Gedenk- und Begegnunsstätte am Alten Leipziger Bahnhof“ ein. Nach einer kurzen Einführung in die letzten Entwicklungen und in das durch den Förderkreis 2025 erarbeitete Konzept diskutieren wir mit Vertreter*innen aus Politik, Gesellschaft und Stadtverwaltung über die nächsten Schritte.

Das ganze findet statt am 11. September 2025, ab 18 Uhr in der Blauen Fabrik, Eisenbahnstraße 1. Wir freuen uns auf ihr kommen.

Der Alte Leipziger Bahnhof ist ein zentraler Ort der Dresdner NS-Geschichte: Von hier aus wurden Jüdinnen und Juden sowie Sint*izze und Rom*nja aus Sachsen deportiert. Seit Jahren wird über die Entwicklung des Areals zu einem Gedenk-, Bildungs- und Begegnungsort diskutiert – doch der Grundstückserwerb stagniert, die Umsetzung kommt nur sehr schwer voran.

Der Gedenkort Alter Leipziger Bahnhof e.V. stellt daher der Öffentlichkeit am 11. September 2025, ab 18 Uhr in der Blauen Fabrik, Eisenbahnstraße 1 sein Konzept für eine Gedenk- und Begegnungsstätte vor und lädt im Anschluss zum Podiumsgespräch ein. Gemeinsam mit Vertreter*innen aus Politik und Stadtgesellschaft wollen wir diskutieren, wie die Planungen endlich Fahrt aufnehmen können und woran es aktuell hakt.

Wir freuen uns auf folgende Podiumsgäste:

  • Renate Aris, Holocaust-Überlebende und Mitglied des Förderkreises ALB
  • Annekatrin Klepsch, Bürgermeisterin für Kultur, Wissenschaft und Tourismus
  • André Lang und Steffen Heidrich, Gedenkort Alter Leipziger Bahnhof e.V.
  • Katrin Tauber, Amtsleiterin, Amt für Hochbau und Immobilienverwaltung der LH Dresden
  • Christian Demuth, Stadtbezirksbeirat Dresden – Neustadt (SPD)

Veranstaltungen

„Schweigen. Stille.“ Lesung und Gespräch | 31. März 2025 18:00

Wir laden herzlich ein zu einer Lesung und Gesprächsrunde im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus am 31. März 2025, ab 18 Uhr im Zentralwerk, die durch verschiedene Initiativen getragen wird. Gemeinsam wollen wir die Bedeutung von Erinnerungskultur reflektieren und über die Kontinuitäten rassistischer Gewalt diskutieren. Wir lesen aus „Ukraine ohne Juden“ von Wassilij Grossman sowie aus der Rede von Tanja Maljartschuk „Hier ist immer …

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Wir laden herzlich ein zu einer Lesung und Gesprächsrunde im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus am 31. März 2025, ab 18 Uhr im Zentralwerk, die durch verschiedene Initiativen getragen wird. Gemeinsam wollen wir die Bedeutung von Erinnerungskultur reflektieren und über die Kontinuitäten rassistischer Gewalt diskutieren. Wir lesen aus „Ukraine ohne Juden“ von Wassilij Grossman sowie aus der Rede von Tanja Maljartschuk „Hier ist immer Gewalt. Hier ist immer Kampf.“ Musikalische Begleitung wird es u.a. von Marenka Brügge geben. Anschließend laden wir zum Gespräch über Erinnerung und Verantwortung ein.

Alle Infos & Einladung hier: pokubi – Veranstaltungsankündigung

Veranstaltungen

Präsentation des Konzepts für eine Gedenk- und Begegnungsstätte | 16. Januar 2025 16:00

Seit August 2024 arbeitet ein Team des Förderkreises Alter Leipziger Bahnhof an einem Nutzungskonzept für eine künftige Gedenk- und Begegnungsstätte. Die Ergebnisse werden am 16. Januar 2024, 16-18 Uhr im Kulturrathaus Dresden, Königstraße 15, 01097 Dresden vorgestellt. Nach erfolgter Ausschreibung im Frühjahr 2024 entwickeln wir im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden, vertreten durch das Amt für Kultur und Denkmalschutz ein Nutzungs- und Betreiberkonzept für den Alten …

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Seit August 2024 arbeitet ein Team des Förderkreises Alter Leipziger Bahnhof an einem Nutzungskonzept für eine künftige Gedenk- und Begegnungsstätte. Die Ergebnisse werden am 16. Januar 2024, 16-18 Uhr im Kulturrathaus Dresden, Königstraße 15, 01097 Dresden vorgestellt.

Weiterlesen: Neuigkeiten und Veranstaltungen

Nach erfolgter Ausschreibung im Frühjahr 2024 entwickeln wir im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden, vertreten durch das Amt für Kultur und Denkmalschutz ein Nutzungs- und Betreiberkonzept für den Alten Leipziger Bahnhof. Das Projekt umfasste eine umfangreiche Recherche zu vergleichbaren Erinnerungsorten bundesweit und in Europa sowie einen Beteiligungsprozess auf Basis einer im Vorfeld entwickelten Konzeptionsstudie.

In einem Proof-of-Concept-Verfahren wurden bis November 2024 27 Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft, der jüdischen Community und der Stadtverwaltung sowie wissenschaftliche Expertinnen und Experten zu ihren Perspektiven auf die räumlichen und konzeptionellen Vorschläge zur Integration der drei empfohlenen Nutzungen am Alten Leipziger Bahnhof befragt:

  • Gedenkort für die Opfer des Nationalsozialismus und NS-Dokumentationsstelle
  • Begegnungsort mit Fokus auf jüdische Gegenwartskultur
  • Ort von verkehrsgeschichtlich herausragender Bedeutung

Auf Basis der Interviews erfolgte eine konzeptionelle Fortschreibung.

Ablaufplan der Veranstaltung:

  1. Eröffnung durch die Beigeordnete für Kultur, Wissenschaft und Tourismus
  2. Präsentation der Ergebnisse der Interviews und Recherchearbeit zu vergleichbaren Orten durch das Projektteam des Gedenkorts Alter Leipziger Bahnhof e. V. (Steffen Heidrich, Aletta Beck, Rebecka Schlecht und Claudia Jerzak)
  3. Diskussion der Ergebnisse an vier Thementischen
  4. Zusammenführung der Ergebnisse im Plenum

Anmeldung: Bis zum 13. Januar 2025 mit einer formlosen E-Mail an geschaeftsbereich-kultur@dresden.de

Veranstaltungen

Wandinstallation "The Equation" von Idan Golko | 5. Dezember 2024 19:00

Am Donnerstag, den 5. Dezember 2024 um 19 Uhr zeigt die Blaue Fabrik im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Erinnern – Bilden – Begegnen" in Kooperation mit dem Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof die Wandinstallation "The Equation" des israelischen Künstlers und Fotografen Idan Golko. Die Wandinstallation „The Equation“ (Deutsch: Die Gleichung) spürt dem eindringlichen Vermächtnis des Überlebens durch die Geschichte von Idan Golkos Großvater nach, der als Dreizehnjähriger zehn Monate …

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Am Donnerstag, den 5. Dezember 2024 um 19 Uhr zeigt die Blaue Fabrik im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Erinnern – Bilden – Begegnen“ in Kooperation mit dem Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof die Wandinstallation „The Equation“ des israelischen Künstlers und Fotografen Idan Golko.

Die Wandinstallation „The Equation“ (Deutsch: Die Gleichung) spürt dem eindringlichen Vermächtnis des Überlebens durch die Geschichte von Idan Golkos Großvater nach, der als Dreizehnjähriger zehn Monate lang Auschwitz überlebte, nachdem er brutal von seiner Familie getrennt wurde.

Basierend auf umfangreichen Recherchen enthüllt Golko auf einer großen Ermittlungswand Gesichter und Hintergründe von Personen, die zu dieser Zeit in Auschwitz stationiert waren, und bietet so einen komplexen Blick auf die Ursprünge von Trauma. Seine Reise untersucht das Konzept der „mentalen DNA“ und das transformative Potenzial, das freigesetzt wird, wenn man der Dunkelheit trotzt, indem man das Leben wählt. Die Ausstellung lädt die Betrachter*innen ein, über das Überleben als Zeugnis für Resilienz nachzudenken, und über die Fähigkeit der menschlichen Psyche, das Leben auch im Angesicht furchtbaren Leids noch zu bejahen.

The Equation lädt dazu ein, eine tiefgreifende Entwicklung vom Überleben zur Hoffnung und zu einer unerschütterlichen Hingabe an das Leben nachzuempfinden. 

Idan Golko (*1976) ist ein israelischer Fotograf, der in seinen schwarz-weiß Fotografien „das alltägliche Leben, von Menschen, die in der Welt funktionieren, auf dem Weg zur Arbeit, in Zügen, Bussen, auf der Straße“ dokumentiert:

„Es scheint, dass diese Leute nicht rebellieren, nicht gegen den Rahmen treten; Sie funktionieren und gehören angeblich dazu. Die Entscheidung, dazuzugehören, fasziniert und stört mich zugleich, da sie für mich nicht selbstverständlich ist. Das ist der Grund, warum in den meisten meiner Fotografien die Menschen allein sind, mit ihrer eigenen Identität und ihrem eigenen Drama.“

Im Anschluss gibt es um 20 Uhr ein Konzert mit dem deutsch-israelischen IDO SPAK TRIO. 

Veranstaltungen

Vortrag: Erinnerung an das Rigaer Ghetto | 21. November 2024 19:00

Am 21. Januar 1942 wurden etwa 785 Juden aus Leipzig und Dresden in das Ghetto Riga deportiert. Es war der erste Massentransport von Juden aus Dresden in die besetzten Gebiete im Osten. Die Deportation begann am Güterbahnhof Dresden-Neustadt – heute bekannt als „Alter Leipziger Bahnhof“. Im Vortrag von Andrejs Zacarinnijs und Yuliya Tereshchenko vom Museum des Rigaer Ghettos und Holocaust in Lettland erfahren wir mehr …

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Am 21. Januar 1942 wurden etwa 785 Juden aus Leipzig und Dresden in das Ghetto Riga deportiert. Es war der erste Massentransport von Juden aus Dresden in die besetzten Gebiete im Osten. Die Deportation begann am Güterbahnhof Dresden-Neustadt – heute bekannt als „Alter Leipziger Bahnhof“. Im Vortrag von Andrejs Zacarinnijs und Yuliya Tereshchenko vom Museum des Rigaer Ghettos und Holocaust in Lettland erfahren wir mehr über das Rigaer Ghetto, die Verbindung zwischen diesen beiden Orten und unsere gemeinsame Geschichte.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Bündnis gegen Antisemitismus Dresden und Ostsachsen und des Förderkreises Alter Leipziger Bahnhof.

Ort:
Blaue Fabrik e.V., Eisenbahnstraße 1

Datum:
21. November 2024, 19 Uhr

Online-Teilnahme möglich. Anmeldung per E-Mail an bga.ostsachsen@raa-sachsen.de
ACHTUNG: Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Hinweis: Derzeit ist in der Blauen Fabrik auch die Ausstellung „Ausgewiesen! 28. Oktober 1938 – Die Geschichte der ‚Polenaktion‘“ zu sehen. Nach dem Vortrag haben Sie die Möglichkeit, die Ausstellung zu besuchen.

Veranstaltungen

Vernissage: Ausgewiesen! 28. Oktober 1938. Die Geschichte der „Polenaktion“ | 28. Oktober 2024 19:00

Wanderausstellung: Eröffnung: 28. Oktober 2024, 19 Uhr, Blaue Fabrik, Eisenbahnstraße 1, 01097 Dresden; Öffnungszeiten: 28. Oktober – 1. Dezember 2024, Mo und So, 14-18 Uhr, Do, 10-14 Uhr. Ein Projekt des Aktiven Museums – Faschismus und Widerstand in Berlin e.V., erweitert für Dresden durch den Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof. Am 28. Oktober 1938 wies das Deutsche Reich etwa 17.000 Jüdinnen und Juden polnischer Nationalität unter …

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Wanderausstellung: Eröffnung: 28. Oktober 2024, 19 Uhr, Blaue Fabrik, Eisenbahnstraße 1, 01097 Dresden; Öffnungszeiten: 28. Oktober – 1. Dezember 2024, Mo und So, 14-18 Uhr, Do, 10-14 Uhr.

Ein Projekt des Aktiven Museums – Faschismus und Widerstand in Berlin e.V., erweitert für Dresden durch den Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof.


Am 28. Oktober 1938 wies das Deutsche Reich etwa 17.000 Jüdinnen und Juden polnischer Nationalität unter Zwang nach Polen aus. Die Betroffenen lebten oft seit mehreren Jahrzehnten in Deutschland und verloren durch ihre Deportation über Nacht ihre gesamte wirtschaftliche und soziale Existenz.

Die Wanderausstellung „Ausgewiesen! 28. Oktober 1938. Die Geschichte der ‘Polenaktion‘“ erzählt erstmals die Geschichte der Deportationen im Oktober 1938 und beleuchtet damit ein bis heute in der Erinnerung wenig präsentes Kapitel der nationalsozialistischen Verfolgungsgeschichte.

Für Dresden wurde die durch das Aktive Museum – Faschismus und Widerstand in Berlin e.V. umgesetzte Ausstellung durch eine regionale Einführung und lokale Biographien ergänzt.

Eröffnung der Ausstellung

Der Förderkreis Gedenk-, Lern- und Begegnungsort Alter Leipziger Bahnhof lädt herzlich ein zur Vernissage am

28. Oktober 2024, 19 Uhr
Blaue Fabrik, Eisenbahnstraße 1, 01097 Dresden

Es sprechen Ekaterina Kulakova, Jüdische Gemeinde zu Dresden, Dr. Alina Bothe, Kuratorin der Ausstellung und Projektleiterin #lastseen und Sylvia Fischer, Tochter von Betroffenen der Zwangsausweisung aus Dresden.

Musikalische Begleitung durch Almut Lessing, Dudu Zemach und Sebastian Römisch

Öffnungszeiten (vom 1. November bis 1. Dezember 2024)

Montag, 14-18 Uhr,
Donnerstag, 10-14 Uhr,
Sonntag, 14-18 Uhr

Anmeldung für Gruppen: team[at]alter-leipziger-bahnhof.net

(Eintritt frei)


Das Projekt wurde von der Sanddorf Stiftung und von der Ursula Lacnit-Fixson Stiftung gefördert. Die Dresdner Ausstellung wurde ermöglicht durch die Förderung des Amtes für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden und den Stadtbezirksbeirat Dresden-Neustadt.

Veranstaltungen

Vortrag: Die Bedeutung von Erinnerung im Judentum | 29. August 2024 18:00

Am 29. August 2024 findet in der Blauen Fabrik ein Vortrag von Rabbiner Moshe Barnett (Vorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde Dresden e.V.) über die Bedeutung und Praxis von Erinnerung im Judentum statt. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Erinnern – Bilden – Begegnen", welche 2024 zum zweiten Mal stattfindet. Der Eintritt ist frei. 29. August 202418 UhrEintritt frei Blaue FabrikEisenbahnstraße 101097 Dresden

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Am 29. August 2024 findet in der Blauen Fabrik ein Vortrag von Rabbiner Moshe Barnett (Vorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde Dresden e.V.) über die Bedeutung und Praxis von Erinnerung im Judentum statt. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Erinnern – Bilden – Begegnen“, welche 2024 zum zweiten Mal stattfindet. Der Eintritt ist frei.

29. August 2024
18 Uhr
Eintritt frei

Blaue Fabrik
Eisenbahnstraße 1
01097 Dresden