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Geschichtswerkstatt „Knotenpunkt Deportationen Dresden“ startet | 07.03.2026
Mit der neuen Geschichtswerkstatt „Knotenpunkt Deportationen Dresden“ lädt der Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof dazu ein, sich gemeinsam mit der Geschichte des Ortes und seiner Bedeutung im nationalsozialistischen Verfolgungs- und Vernichtungssystem zu beschäftigen. Zwischen April und November 2026 finden in einem zweiwöchentlichen Turnus Treffen statt, bei denen historische Forschung, lokale Initiativen und interessierte Bürger*innen miteinander ins Gespräch kommen. Ein historischer Ort der Deportationen Der Alte Leipziger …
Mit der neuen Geschichtswerkstatt „Knotenpunkt Deportationen Dresden“ lädt der Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof dazu ein, sich gemeinsam mit der Geschichte des Ortes und seiner Bedeutung im nationalsozialistischen Verfolgungs- und Vernichtungssystem zu beschäftigen. Zwischen April und November 2026 finden in einem zweiwöchentlichen Turnus Treffen statt, bei denen historische Forschung, lokale Initiativen und interessierte Bürger*innen miteinander ins Gespräch kommen.
Ein historischer Ort der Deportationen
Der Alte Leipziger Bahnhof ist ein zentraler historischer Ort nationalsozialistischer Verbrechen in Dresden. Während des Zweiten Weltkriegs entwickelte sich der damalige Güterbahnhof zu einem wichtigen logistischen Knotenpunkt der NS-Kriegswirtschaft und diente als Ausgangs- und Zwischenstation von Deportationen. Von hier wurden unter anderem Jüdinnen und Juden aus Dresden und Ostsachsen in Konzentrations- und Vernichtungslager verschleppt.
Vom Tatort zum Ort des Gedenkens
Die Geschichtswerkstatt knüpft an das Ziel an, den Alten Leipziger Bahnhof langfristig zu einem lebendigen Ort des Gedenkens, der historischen Forschung und der Begegnung zu entwickeln. Der historische Tatort soll nicht nur an die Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen erinnern, sondern auch Wissen vermitteln und Raum für Austausch, Diskussion und neue Perspektiven auf Erinnerungskultur schaffen.
Forschung, Austausch und Rundgänge
Die Werkstatt verbindet Fachimpulse mit offenen Austauschrunden. Initiativen und Projekte stellen dabei ihre Forschung, vorhandene Quellen und Vermittlungsansätze vor. Thematisch reicht das Spektrum von Biographierecherchen über Deportationen und Zwangsarbeit bis zur Erschließung lokaler Erinnerungsorte. Manche Termine werden als Rundgänge gestaltet und führen zu Orten wie dem ehemaligen „Judenlager Hellerberg“, dem Goehle-Werk oder dem Neuen Israelitischen Friedhof.
Auftakt im April 2026
Die Auftaktveranstaltung findet am 14. April 2026 statt und bietet eine Einführung in die Geschichte des Alten Leipziger Bahnhofs sowie einen Rundgang über das Gelände. Weitere Veranstaltungen werden unter anderem vom Gedenkbucharchiv, von RomaRespekt, dem Zentralwerk, Audioscript und HATiKVA gestaltet. Bereits am 26. März findet eine vorbereitende Präsentation zur Recherche „Das letzte Schiff“ statt.
Mitmachen und teilnehmen
Die Geschichtswerkstatt richtet sich an historisch Interessierte, Studierende, Forschende sowie an Menschen aus Initiativen und der Zivilgesellschaft, die sich mit Fragen der lokalen NS-Geschichte und Erinnerungskultur beschäftigen möchten. Ein Einstieg ist jederzeit möglich.
Anmeldung und Informationen:
projekt@alter-leipziger-bahnhof.net
Download Flyer: — ALB-Geschichtswerkstatt-2026-Infoflyer.pdf —
Aktuelle Treffpunkte und Rundgänge werden auf der Website und über Instagram veröffentlicht.
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Gedenkort Alter Leipziger Bahnhof: Der aktuelle Stand | 22.01.2026
Der Alte Leipziger Bahnhof ist einer der zentralen Orte der nationalsozialistischen Verbrechen in Dresden. Von hier wurden am 21. Januar 1942 etwa 300 jüdische Menschen ins Ghetto Riga deportiert, viele von ihnen später ermordet. Über Jahrzehnte lag dieser Ort abseits der öffentlichen Wahrnehmung – räumlich wie politisch. Das Vergessen war bequem. Dass sich das geändert hat, ist dem Engagement vieler Menschen zu verdanken sowie dem …
Der Alte Leipziger Bahnhof ist einer der zentralen Orte der nationalsozialistischen Verbrechen in Dresden. Von hier wurden am 21. Januar 1942 etwa 300 jüdische Menschen ins Ghetto Riga deportiert, viele von ihnen später ermordet. Über Jahrzehnte lag dieser Ort abseits der öffentlichen Wahrnehmung – räumlich wie politisch. Das Vergessen war bequem.
Dass sich das geändert hat, ist dem Engagement vieler Menschen zu verdanken sowie dem unermüdlichen Einsatz von Renate Aris, heute 90 Jahre alt, Holocaust-Überlebende und eine der letzten Zeitzeuginnen in Sachsen. Ihr Ziel ist klar: Der Alte Leipziger Bahnhof soll sichtbar ins Stadtbild zurückkehren – als Ort des Gedenkens, des Lernens und der Begegnung.
Seit 2022 hat sich daraus eine kontinuierliche zivilgesellschaftliche Struktur entwickelt: zunächst ein Förderkreis, seit November 2023 der gemeinnützige Verein „Gedenkort Alter Leipziger Bahnhof e.V.“. Die Gründung des Vereins steht für Kontinuität, Professionalität und eine langfristige Verantwortung für die inhaltliche und organisatorische Entwicklung des Ortes. Der Verein gewann 2024 die städtische Ausschreibung zur Erarbeitung eines Nutzungskonzepts.
Dieses Konzept liegt seit März 2025 öffentlich vor. Es wurde in einer städtischen Veranstaltung vorgestellt und diskutiert und bietet allen Interessierten Einblick in die geplanten Inhalte, Ziele und Entwicklungsschritte. Transparenz und Beteiligung waren von Beginn an zentrale Bestandteile des Prozesses. Fachlich fundiert zielt das Konzept ausdrücklich darauf, den Ort als Gedenkstätte mit bundesweiter Bedeutung zu etablieren – auch mit Blick auf eine spätere Beteiligung von Land und Bund.
Trotzdem steht das Projekt politisch auf der Stelle. Der Dresdner Stadtrat hatte für 2025 und 2026 jeweils 100.000 Euro für die Weiterarbeit am Konzept eingestellt. Die Mittel sind vorgesehen für die Fortführung der historischen Forschung, für die Entwicklung von Bildungsangeboten für Kinder und Jugendliche, für Ausstellungen sowie für die Pflege der Kontakte zu Nachfahren der betroffenen Menschen. Bis heute wurden diese Mittel nicht freigegeben. Für 2025 sind sie sogar verfallen.
Ausschlaggebend ist der Widerstand von CDU, FDP/Freie Bürger, AfD und Team Zastrow. Die Folge: Vertagungen, Blockaden, Stillstand. Begründet wird dies unter anderem mit ungeklärten Eigentumsverhältnissen oder einem angeblich „zu großen“ Konzept.
Für die Umsetzung dieser Aufgaben gab es genau einen Antragsteller: den Verein „Gedenkort Alter Leipziger Bahnhof e.V.“. Er ist derzeit der einzige Akteur vor Ort, der kontinuierlich, fachlich fundiert und im Auftrag der Stadt an der Aufarbeitung und Entwicklung des Gedenkortes arbeitet. In diesem Licht wäre die Freigabe der beschlossenen Mittel eine sachliche und naheliegende Entscheidung.
Problematisch ist das nicht nur organisatorisch, sondern auch politisch. Hier geht es nicht um ein beliebiges Kulturprojekt, sondern um historische Verantwortung. Die wiederholte Verweigerung der Mittel sendet ein fatales Signal: dass die Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen verhandelbar sei. Genau das darf nicht passieren. Der Alte Leipziger Bahnhof ist kein optionaler Erinnerungsort. Er ist notwendig.
Update (2.2.2026): Am 29. Januar 2026 hat der Stadtrat mit einer Mehrheit von 36 zu 35 Stimmen die Förderung der Weiterentwicklung des Konzeptes beschlossen. Dafür stimmten PVP-Fraktion, FDP/FB-Fraktion, BSW, SPD, Linke und Grüne sowie OB Dirk Hilbert. Bis zu 100.000 EUR sollen vorrangig für Forschung, Bildung und Vernetzung dienen. Bis Oktober 2026 soll ein Strategiepapier vorliegen, dass für die stufenweise Umsetzung des Vorhabens einen Fahrplan bereit stellt. Zugleich mahnt der Stadtrat eine klare und kooperative Bildungsstrategie und die Einbindung der bereits in Dresden existierenden Gedenkstätten an und knüpft daran die Auszahlung eines Teils der Fördermittel. Der vollständige Beschluss wird hier veröffentlicht, sobald er vorliegt.
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Pressemitteilung: Dresdner CDU-Stadtratsfraktion blockiert Mittel für Gedenkort Alter Leipziger Bahnhof. | 11.12.2025
Die Entwicklung des Gedenk-, Lern- und Begegnungsortes am Alten Leipziger Bahnhof steht vor dem Aus. Wegen der Blockade der CDU-Stadtratsfraktion findet sich im Stadtrat keine Mehrheit zur Freigabe der vorgesehenen Haushaltsmittel. Damit drohen die für 2025 eingeplanten Gelder zu verfallen – und auch für 2026 zeichnet sich keine Zustimmung ab. Renate Aris, Mitglied im Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof,90 Jahre, eine der letzten noch lebende Holocaust-Überlebende …
Die Entwicklung des Gedenk-, Lern- und Begegnungsortes am Alten Leipziger Bahnhof steht vor dem Aus. Wegen der Blockade der CDU-Stadtratsfraktion findet sich im Stadtrat keine Mehrheit zur Freigabe der vorgesehenen Haushaltsmittel. Damit drohen die für 2025 eingeplanten Gelder zu verfallen – und auch für 2026 zeichnet sich keine Zustimmung ab.
Renate Aris, Mitglied im Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof,90 Jahre, eine der letzten noch lebende Holocaust-Überlebende in Sachsen, erklärt: „Ich bin entsetzt. In einer Zeit, in der sich der Faschismus breitmacht, drücken sich CDU-Politiker der Stadt Dresden vor ihrer Verantwortung um die Geschichte. Aus fadenscheinigen Gründen lehnen sie die Fortsetzung der Entwicklung eines Gedenk-, Lern- und Begegnungsorts am Alten Leipziger Bahnhof ab. Sie blockieren und denken dabei wohl, dass es schon nicht so schlimm werden wird. Ich habe die Zeit damals erlebt und überlebt. Es wurde viel schlimmer, als man sich das jemals vorstellen konnte. Die Zeit wohlwollender Diskussionen ist vorbei. In Zeiten von erstarkendem Antisemitismus erwarte ich von der CDU eine klare Haltung und die Bereitschaft, mitzuwirken, dass das Projekt endlich umgesetzt wird!“
André Lang, Sprecher des Förderkreises, Kuratoriumsmitglied „Tacheles 2026 – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen“, Mitglied der Jüdischen Gemeinde Dresden ergänzt: „Entgegen aller Bekundungen arbeitet die Dresdner CDU-Stadtratsfraktion gegen den Gedenkort am Alten Leipziger Bahnhof. Mehrere Gesprächsversuche mit der Fraktionsvorsitzenden scheiterten. Soll das Dresdens Beitrag zum jüdischen Kulturjahr „Tacheles 2026“ sein? Und ist das die politische Rückendeckung für Ministerpräsident Kretschmer (CDU) bei der Bewerbung um eine Außenstelle von Yad Vashem in Sachsen? Die derzeitige Haltung der Dresdner CDU dürfte dieses Anliegen kaum stärken. Wir gingen bislang davon aus, dass die Aufarbeitung der NS-Zeit und das Gedenken an die Opfer der Shoah in unserer Gesellschaft unantastbar ist. Wir erwarten von der CDU ein klares Bekenntnis sowie die Freigabe der bereits eingeplanten Mittel, damit das Konzept weiterentwickelt werden kann. Die Gelegenheit dafür bietet die Sitzung des Kulturausschusses am 16. Dezember 2025.“
Vom Alten Leipziger Bahnhof aus wurden ab Januar 1942 mehr als 500 Dresdner und sächsische Jüdinnen und Juden in Vernichtungslager der Nationalsozialisten deportiert. Bis vor Kurzem herrschte im Dresdner Stadtrat nahezu Einigkeit darüber, diesen authentischen Ort als Gedenk-, Lern- und Begegnungsort weiterzuentwickeln. Im Haushaltsbeschluss 2025/26 waren dafür zweckgebundene Mittel zur konzeptionellen Weiterarbeit fest eingeplant.
Nun liegt die Finanzierung und die Zukunft des Gedenkortes auf Eis. Für die Freigabe der für 2025 vorgesehenen 90.000 Euro fehlt aufgrund der Blockadehaltung der CDU die Mehrheit im Stadtrat. Die zweckgebundenen Mittel für 2025 verfallen und auch für die Mittel des Jahres 2026 zeichnet sich bislang keine Mehrheit ab.
Im Gegenteil: Der kulturpolitische Sprecher der CDU-Stadtratsfraktion, Mario Schmidt, kündigte bereits vor der Ratssitzung im November an, dass seine Fraktion dem Vorhaben nicht zustimmen werde. Ein vom Förderkreis initiiertes Gespräch am 11. November 2025 mit der Fraktionsvorsitzenden Heike Ahnert und Mario Schmidt blieb ohne Ergebnis. Auf weitere Angebote des Förderkreises, die Gespräche fortzuführen, reagierte die CDU-Fraktion bis heute nicht.
In der Sitzung des Beirates für Erinnerungskultur am 04.12.25 bekräftigte Herr Schmidt die Haltung der CDU-Fraktion erneut öffentlich, indem er folgenden Beschlusspunkt ablehnte:
„Der Beirat unterstreicht ausdrücklich die herausragende Bedeutung eines Gedenkortes mit einer Bildungs-, Vermittlungs- und kulturellen Begegnungsstätte am Alten Leipziger Bahnhof für Dresden, Sachsen und die bundesweite Erinnerungskultur. Die Landeshauptstadt Dresden ist angehalten, ihrer historischen Verantwortung gerecht zu werden und diese dauerhaft zu verankern.“
André Lang (Sprecher)
FÖRDERKREISSES ALTER LEIPZIGER BAHNHOF
c/o Gedenkort Alter Leipziger Bahnhof e.V.
Eisenbahnstraße 1, 01097 Dresden
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Pädagogische Führungen für Schülergruppen zur Ausstellung „TRANSIT – Bilder aus dem Exil“ | 08.11.2025
Vom 8. Januar bis 8. Februar zeigt der Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof in den Räumen des Zentralwerks e.V. die Ausstellung "TRANSIT – Bilder aus dem Exil". Sie versammelt Werke der argentinisch-jüdischen Künstlerin Mónica Laura Weiss, die sich intensiv mit den Themen Verfolgung, Flucht und Exil einer Dresdner jüdischen Familie befassen. Die Ausstellung ist vom 9. Januar bis 8. Februar 2026, jeweils Donnerstag – Samstag 16 …
Vom 8. Januar bis 8. Februar zeigt der Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof in den Räumen des Zentralwerks e.V. die Ausstellung „TRANSIT – Bilder aus dem Exil“. Sie versammelt Werke der argentinisch-jüdischen Künstlerin Mónica Laura Weiss, die sich intensiv mit den Themen Verfolgung, Flucht und Exil einer Dresdner jüdischen Familie befassen.
Die Ausstellung ist vom 9. Januar bis 8. Februar 2026, jeweils Donnerstag – Samstag 16 bis 20 Uhr und Sonntag 15 bis 18 Uhr geöffnet.
Wir laden interessierte Lehrer*innen und Schülergruppen herzlich ein, sich für spezifische Gruppenführungen anzumelden. Mónica Weiss zeigt in der Vielfalt ihrer künstlerischen Arbeiten auch das transgenerationale Traumata der Familie. In ihren Buchprojekten arbeitet die Künstlerin mit Texten deutscher Dichter*innen, welche ins Exil getrieben wurden. Diese Ausstellung lädt zum fächerübergreifenden Lernen ein – zum einen über die NS-Zeit, zum anderen auf emphatische Weise die Folgen von Ausgrenzung, Flucht und schließlich Exil zu verstehen. Für Schülergruppen gibt es nach vorheriger Absprache die Möglichkeit, an allen Wochentagen ab 10 Uhr die Ausstellung zu besuchen.
Die Ausstellung eignet sich besonders für selbstforschendes Lernen zu den Themen NS-Diktatur, Vertreibung, Flucht und Exil am Beispiel einer konkreten jüdischen Familie aus Dresden.
Interessierte können sich melden unter:
✉ info [at] alter-leipziger-bahnhof.net
🕻 +49 174 498 009 6
Ansprechpartner*innen: Gabriele & Alexander Atanassow
Zum Ausstellungshintergrund:
Verfolgung und Flucht begann nicht erst mit Ausbruch des Krieges, durch die deutsche Wehrmacht am 1. September 1939. Hass und Hetze, Ausgrenzung, Verfolgung und Stigmatisierung von vermeintlich Fremden und Andersdenkenden begann mit der Machtübergabe an die Nationalsozialisten 1933.
Die argentinische Künstlerin Mónica Laura Weiss ist die Tochter, Nichte und Enkelin der Familie Reizes aus Dresden. Die Familie kam 1933 aus ihrem Urlaub in Marienbad nicht mehr nach Dresden zurück. Die Schwester des Vaters, Paula, hatte vor der Gestapo gewarnt, welche in der Firma von Rudolf Reizes nach „verbotener“ Korrespondenz und Devisen gesucht hatte. Damit begann die Fluchtodyssee der jüdischen Familie Reizes vor dem nationalsozialistischen Terrorregime über Österreich, Palästina nach Argentinien. Paula verheiratete Gutmann konnte die Familie ihres Bruders Rudolf vor der nationalsozialistischen Verfolgung warnen, sie selbst wurde aus Breslau nach Theresienstadt deportiert und hat die Shoa nicht überlebt. In ihren Werken verarbeitet die Künstlerin ihre familiären deutsch-jüdischen Wurzeln und die „langen Schatten der Vergangenheit“ wie sie es selbst nennt. Ihre Bilder spiegeln Motive der Verfolgung, Flucht, der verlorenen Heimat und der Erfahrungen einer Existenz im Spannungsfeld zweier Kulturen. Mit diesem vom Exil geprägtem Leben der Mutter aus Dresden kontrastiert die Tochter, die Künstlerin, Bilder ihrer eigenen Kindheit in Argentinien und verwendet dafür Dokumente aus dem überlieferten Familienfundus. In ihren gestalteten Buchobjekten befinden sich auf dem Hintergrund von Foto- und anderen Dokumenten sowohl kleine Objekte als auch Gedichte in deutscher Sprache verschiedener Autorinnen und Autoren, die ebenso ins Exil getrieben worden sind.
Mit freundlicher Unterstützung von:


In Kooperation mit:


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Nutzungs- und Betreiberkonzept veröffentlicht | 01.10.2025
Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Gedenk- und Begegnungsstätte Alter Leipziger Bahnhof Der Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof hat das von der Stadt Dresden beauftragte Nutzungs- und Betreiberkonzept für den künftigen Gedenk-, Bildungs- und Begegnungsort auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Dresden-Neustadt veröffentlicht. Das Konzept bildet die Grundlage für die weitere Planung und Umsetzung des Projekts, das die Stadt Dresden 2023 offiziell auf den Weg …
Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Gedenk- und Begegnungsstätte Alter Leipziger Bahnhof
Der Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof hat das von der Stadt Dresden beauftragte Nutzungs- und Betreiberkonzept für den künftigen Gedenk-, Bildungs- und Begegnungsort auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Dresden-Neustadt veröffentlicht. Das Konzept bildet die Grundlage für die weitere Planung und Umsetzung des Projekts, das die Stadt Dresden 2023 offiziell auf den Weg gebracht hat.
Im Mittelpunkt steht die Entwicklung des historischen Ortes zu einer Gedenk- und Begegnungsstätte, die sich der Geschichte der nationalsozialistischen Deportationen aus Dresden und Sachsen widmet und zugleich einen offenen Raum für kulturelle und gesellschaftliche Begegnung schafft.
Das Konzept sieht drei zentrale Säulen vor:
- Gedenkstätte: Erforschung, Dokumentation und Vermittlung der Deportationsgeschichte sowie Einrichtung eines würdigen Ortes des individuellen und kollektiven Gedenkens.
- Begegnungsstätte: Offener Raum für Austausch, jüdische Gegenwartskultur und die Kultur weiterer ehemals verfolgter Gruppen – ein „Gegenort“ zu Ausgrenzung und Diskriminierung.
- Verkehrsgeschichtliche Präsentation: Ein ergänzender Bereich im Ringlokschuppen verknüpft die Geschichte des Bahnhofs mit den Ambivalenzen von Technik, Mobilität und Moderne.
Zugleich legt das Konzept Wert auf Inklusion, Diversität und Partizipation: Es bezieht zivilgesellschaftliche Initiativen, Vertreter*innen ehemaliger Opfergruppen und wissenschaftliche Expertise in die weitere Entwicklung ein.
Trägerin der geplanten Einrichtung soll eine Einkommensstiftung privaten Rechts werden, an der sich Stadt, Land und Zivilgesellschaft beteiligen.
Das vollständige Konzept kann ab sofort auf der Website eingesehen werden:
👉 https://alter-leipziger-bahnhof.net/konzept/
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Zum Tod von Dr. Nora Goldenbogen | 27.11.2024
Mit großer Betroffenheit und Trauer haben wir am gestrigen Tag vom Tod von Dr. Nora Goldenbogen erfahren. Dr. Nora Goldenbogen gehörte zu den wichtigen Fürsprechern für einen würdigen Ort der Erinnerung am Alten Leipziger Bahnhof und war Fördermitglied unseres Trägervereins. Sie begleitete die zahlreichen Diskurse rund um die Etablierung einer Gedenkstätte am ehemaligen Deportationsbahnhof mit Fachkenntnis, Engagement, Weisheit und Wärme. Ihre enge persönliche Verbundenheit mit …
Mit großer Betroffenheit und Trauer haben wir am gestrigen Tag vom Tod von Dr. Nora Goldenbogen erfahren.
Dr. Nora Goldenbogen gehörte zu den wichtigen Fürsprechern für einen würdigen Ort der Erinnerung am Alten Leipziger Bahnhof und war Fördermitglied unseres Trägervereins. Sie begleitete die zahlreichen Diskurse rund um die Etablierung einer Gedenkstätte am ehemaligen Deportationsbahnhof mit Fachkenntnis, Engagement, Weisheit und Wärme. Ihre enge persönliche Verbundenheit mit der jüdischen Geschichte Dresdens, ebenso wie ihre große Expertise als promovierte Historikerin, stellten eine wichtige Inspiration und Stütze für uns alle dar.
Zu Noras Stärken gehörte es auch, Konflikte auszutragen, Meinungsverschiedenheiten auszuhalten und für ihre Überzeugungen zu kämpfen. Sie wog Argumente immer ab, nahm ihr Gegenüber ernst und suchte die Mitte. Auch diese menschliche Qualität wird uns sehr fehlen.
1949 als Tochter einer rumänischen Jüdin und eines deutschen Kommunisten in Dresden geboren, engagierte sich Nora Goldenbogen seit den 1980er Jahren aktiv für das jüdische Leben in ihrer Heimatstadt. Als Mitgründerin und langjährige Geschäftsführerin von HATiKVA e.V. wurde sie zur zentralen Mittlerin des Judentums in seiner Kultur, Geschichte und Religion. Seit 2003 war sie Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, ein Amt, das sie bis 2020 ausübte. Seit 2017 bis zu ihrem Tod war sie Vorsitzende des Landesverbandes Sachsen der Jüdischen Gemeinden.
Besonders laut und unbeugsam trat sie gegen das Wiedererstarken von rechtem Gedankengut, Neonazis und neurechten Bewegungen auf. Sie wandte sich dabei wie keine andere gegen Geschichtsvergessenheit und Revisionismus.
Bereits mit HATiKVA engagierte sie sich dafür, die Geschichte des Alten Leipziger Bahnhofs während der Zeit des Nationalsozialismus publik zu machen. Trotzdem war bis vor wenigen Jahren nur einer kleinen Minderheit in Dresden bekannt, dass von diesem Ort im Januar 1942 der erste große Deportationstransport von Jüdinnen und Juden nach Riga erfolgte. An dieser Stelle eine Gedenkstätte einzurichten, in der geforscht, gelernt und erinnert werden kann, war ihr bis zuletzt ein großes Anliegen. Die Einweihung wird sie nun leider nicht mehr erleben.
Nora Goldenbogen hinterlässt einen großen Wissensschatz, der sich in zahlreichen Fachbeiträgen und Büchern wiederfindet. Besonders hervorzuheben ist dabei die Herausgabe des Buches „Einst und Jetzt. Zur Geschichte der Dresdner Synagoge und ihrer Gemeinde“ aus Anlass der Weihe der neuen Synagoge 2001. Vor zwei Jahren schließlich erschien ihr persönlichstes Werk. In „Seit ich weiß, dass du lebst – Liebe in finstersten Zeiten“ schildert sie die Liebesgeschichte ihrer Eltern, die beide voneinander getrennt den Holocaust überlebten, die Mutter in Rumänien, der Vater im KZ Sachsenhausen und dem folgenden Todesmarsch.
Mit ihr verlieren wir eine große Ratgeberin. Wir werden uns bemühen, in ihrem Sinne weiterzuarbeiten.
In Dankbarkeit und tiefer Trauer
Der Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof
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Stolperschwelle vor dem ALB verlegt | 09.03.2024
Am 8. März 2024 wurde in Gedenken an die Deportation von als Jüdinnen und Juden verfolgten Menschen am Eingang zum ehemaligen Güterbahnhof Dresden-Neustadt, von dem aus zwischen 1942 und 1944 die Deportationstransporte abgingen, eine Stolperschwelle verlegt. Sie trägt folgende Inschrift: GÜTERBAHNHOF DRESDEN- NEUSTADT1942 UND 1943 WURDEN VON DIESEM ORT AUSMEHRERE HUNDERT DRESDNER JÜDINNEN UND JUDEN DEPORTIERT, UNTER ANDEREMIN DAS GHETTO RIGA UND IN DAS VERNICHTUNGSLAGER …
Am 8. März 2024 wurde in Gedenken an die Deportation von als Jüdinnen und Juden verfolgten Menschen am Eingang zum ehemaligen Güterbahnhof Dresden-Neustadt, von dem aus zwischen 1942 und 1944 die Deportationstransporte abgingen, eine Stolperschwelle verlegt.
Sie trägt folgende Inschrift:
GÜTERBAHNHOF DRESDEN- NEUSTADT
1942 UND 1943 WURDEN VON DIESEM ORT AUS
MEHRERE HUNDERT DRESDNER JÜDINNEN UND JUDEN DEPORTIERT, UNTER ANDEREM
IN DAS GHETTO RIGA UND IN DAS VERNICHTUNGSLAGER AUSCHWITZ-BIRKENAU
Die Verlegungsarbeit übernahm der Künstler Gunter Demnig selbst. Anwesend waren gut 100 Dresdnerinnen und Dresdner, unter ihnen auch zahlreiche Vertreter*innen der Stadtratsparteien und die Kulturbürgermeisterin von Dresden, Annekatrin Klepsch.
Veranstaltungen
Auftaktveranstaltung: Geschichtswerkstatt „Knotenpunkt Deportationen Dresden“ | 07.03.2026
Am 14. April 2026 startet 18 Uhr die Geschichtswerkstatt "Knotenpunkt Deportationen Dresden" mit einer Einführung und einem Rundgang auf dem Gelände des Alten Leipziger Bahnhof Dresden. Weitere InformationenAnmelden: projekt[at]alter-leipziger-bahnhof.net
Am 14. April 2026 startet 18 Uhr die Geschichtswerkstatt „Knotenpunkt Deportationen Dresden“ mit einer Einführung und einem Rundgang auf dem Gelände des Alten Leipziger Bahnhof Dresden.
Weitere Informationen
Anmelden: projekt[at]alter-leipziger-bahnhof.net
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Werkstattbericht zum Doc-Film-Projekt „Das letzte Schiff“ (AT) | 27.02.2026
Der Gedenkort Alter Leipziger Bahnhof e.V. lädt zur Präsentation der Rechercheergebnisse des Dokumentarfilmprojekts „Das letzte Schiff“ (AT) am 26. März 2026, 19:00 Uhr in der WIR-AG, Martin-Luther-Straße 21, 01099 Dresden von Leopold Grün und Dirk Uhlig ein. Im Mittelpunkt steht die bewegende Geschichte von Wolfgang Grün – eine lange verborgene Familiengeschichte, die von Ausgrenzung im nationalsozialistischen Dresden, Verfolgung, Exil in Shanghai und den politischen Verwerfungen …
Der Gedenkort Alter Leipziger Bahnhof e.V. lädt zur Präsentation der Rechercheergebnisse des Dokumentarfilmprojekts „Das letzte Schiff“ (AT) am 26. März 2026, 19:00 Uhr in der WIR-AG, Martin-Luther-Straße 21, 01099 Dresden von Leopold Grün und Dirk Uhlig ein.
Im Mittelpunkt steht die bewegende Geschichte von Wolfgang Grün – eine lange verborgene Familiengeschichte, die von Ausgrenzung im nationalsozialistischen Dresden, Verfolgung, Exil in Shanghai und den politischen Verwerfungen des Kalten Krieges erzählt.
Wolfgang Grün wird 1938 in Dresden wegen „Rassenschande“ verurteilt und zu 15 Monaten Zuchthaushaft gezwungen. 1939 gelingt ihm die Flucht mit einem der letzten Schiffe von Genua nach Shanghai. Seine Mutter Frida wird 1942 deportiert und in Auschwitz ermordet, seine Schwestern werden nach Riga und später ins KZ Stutthof verschleppt.
In Shanghai erlebt Grün das Exil unter japanischer Besatzung im Ghetto Hongkew. Nach dem Krieg gerät er zwischen die Fronten des Kalten Krieges, wird inhaftiert und schließlich 1953 nach Deutschland abgeschoben. In Hamburg kämpft er um Wiedergutmachung – und verliert zugleich den Kontakt zu seiner Dresdner Familie in der DDR.
Die bisherige Recherche förderte über 500 Seiten Aktenmaterial aus Staatsarchiven in Dresden, Zwickau und Hamburg zutage sowie zahlreiche Dokumente aus privaten Beständen. Die Präsentation gibt Einblick in diese Funde und in die filmische Annäherung an eine deutsch-jüdische Familiengeschichte des 20. Jahrhunderts.
Der Eintritt ist frei.
Veranstaltungen
Ausstellung »UnSeen« – Künstlerische Forschung als Erinnerungsarbeit? | 16.11.2025
Vom 5. Dezember 2025 bis 6. Januar 2026 zeigt der Fachbereich Kunstpädagogik/-didaktik der Universität Potsdam in enger Kooperation mit dem Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof unter kuratorischer Leitung von Drin. phil. Antje Winkler, die Ausstellung »UnSeen«. Präsentiert werden künstlerische Arbeiten von Studierenden der Universität Potsdam, die sich im Rahmen von Seminaren seit 2024 forschend mit dem Alten Leipziger Bahnhof in Dresden – einem NS-Täter*innenort der Deportationen …
Vom 5. Dezember 2025 bis 6. Januar 2026 zeigt der Fachbereich Kunstpädagogik/-didaktik der Universität Potsdam in enger Kooperation mit dem Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof unter kuratorischer Leitung von Drin. phil. Antje Winkler, die Ausstellung »UnSeen«. Präsentiert werden künstlerische Arbeiten von Studierenden der Universität Potsdam, die sich im Rahmen von Seminaren seit 2024 forschend mit dem Alten Leipziger Bahnhof in Dresden – einem NS-Täter*innenort der Deportationen – auseinandergesetzt haben. Hinzukommen künstlerische Arbeiten von Studierenden der Brandenburgischen-Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, die sich auch seminaristisch zum einen im Primarstufenbereich und im Fachbereich Soziale Arbeit mit »Erinnerungskultur und Kunst« dem Novemberpogrom in Senftenberg 1938 sowie mit rassistischen Morden in Brandenburg in der BRD der 1990er Jahre befassten. „UnSeen“ versteht sich als Artistic-Research-Projekt und als offenes Forum für Dialog, Reflexion und künstlerisch-ästhetische Bildung – an einem Ort, der Fragen herausfordert und der ein künstlerisch-ästhetisches Denkhandeln für eine plurale und zeitgenössische Erinnerungskultur fokussiert. Eine zentrale Fragestellung ist, wie künstlerische Forschung zur ästhetischen Bildung, zur historischen Reflexion und zu einer pluralen bzw. zeitgenössischen Erinnerungskultur beitragen kann und zugleich das Unsichtbare sichtbar macht sowie neue Perspektiven und Zugänge auf Täterschaft, Erinnerung und Gegenwart eröffnen.
Mitwirkende & Künstler*innen:
Nilgün Corogil, Uriel Klein, Yannik Krüger-Jacoby, Stefanie Hinz, Denise Koroll, Antonia Jenkel, Anja Jatschek, Laura Domnik, Linda Amanda Gerstner, Lisa-Marie Kuhnt, Mathilda Binguel, Juana Beuster, Klara Bittner, Johanna Blumhagen, Matilda Dertmann, Janina Kurda, Loreta Loxha, Alexa Schaarwächter, Anna Nguyen, Launora Shala-Zinserling, Sophia Sickel, Antje Winkler
Unterstützer*innen & Critical Friends:
Claudia Jerzak, Timm Stafe, Dieter Gaitzsch, Antje Meichsner, Aletta Beck, Christine Woditschka
Förderer:
Stadtbezirksbeirat Dresden Neustadt, Universität Potsdam, BDK Landesverband Berlin.
Kontakt:
antje.monika.winkler@uni-potsdam.de
Eröffnung:
4. Dezember 2025, 18 Uhr, blaueFABRIK
Eisenbahnstraße 1, 01097 Dresden
Eintritt frei

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Ausstellung: Transit – Bilder aus dem Exil | 14.11.2025
Auseinandersetzung mit dem Thema Verfolgung, Flucht und Exil einer Dresdner jüdischen Familie in den Werken der argentinischen Künstlerin Mónica Laura Weiss aus Buenos Aires WO: KABINETT im Zentralwerk e. V. · Riesaer Straße 32 · 01127 DresdenWANN: 9. Jan bis 8. Feb 2026, Donnerstag – Samstag 16 bis 20 Uhr, Sonntag 15 bis 18 Uhr. Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 8. Januar 2026, 18 Uhr HINWEIS: Führungen für Gruppen …
Auseinandersetzung mit dem Thema Verfolgung, Flucht und Exil einer Dresdner jüdischen Familie in den Werken der argentinischen Künstlerin Mónica Laura Weiss aus Buenos Aires
WO: KABINETT im Zentralwerk e. V. · Riesaer Straße 32 · 01127 Dresden
WANN: 9. Jan bis 8. Feb 2026, Donnerstag – Samstag 16 bis 20 Uhr, Sonntag 15 bis 18 Uhr.
Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 8. Januar 2026, 18 Uhr
HINWEIS: Führungen für Gruppen und Schulklassen an allen Wochentagen ab 10 Uhr nach vorheriger Absprache unter: info@alter-leipziger-bahnhof.net oder unter: +49 174 498 009 6 möglich!
ZUR AUSSTELLUNG:
Verfolgung und Flucht begann nicht erst mit Ausbruch des Krieges, durch die deutsche Wehrmacht am 1. September 1939. Hass und Hetze, Ausgrenzung, Verfolgung und Stigmatisierung von vermeintlich Fremden und Andersdenkenden begann mit der Machtübergabe an die Nationalsozialisten 1933.
Die argentinische Künstlerin Mónica Laura Weiss ist die Tochter, Nichte und Enkelin der Familie Reizes aus Dresden. Die Familie kam 1933 aus ihrem Urlaub in Marienbad nicht mehr nach Dresden zurück. Die Schwester des Vaters, Paula, hatte vor der Gestapo gewarnt, welche in der Firma von Rudolf Reizes nach „verbotener“ Korrespondenz und Devisen gesucht hatte. Damit begann die Fluchtodyssee der jüdischen Familie Reizes vor dem nationalsozialistischen Terrorregime über Österreich, Palästina nach Argentinien. Paula verheiratete Gutmann konnte die Familie ihres Bruders Rudolf vor der nationalsozialistischen Verfolgung warnen, sie selbst wurde aus Breslau nach Theresienstadt deportiert und hat die Shoa nicht überlebt.
In ihren Werken verarbeitet die Künstlerin ihre familiären deutsch-jüdischen Wurzeln und die „langen Schatten der Vergangenheit“ wie sie es selbst nennt. Ihre Bilder spiegeln Motive der Verfolgung, Flucht, der verlorenen Heimat und der Erfahrungen einer Existenz im Spannungsfeld zweier Kulturen. Mit diesem vom Exil geprägtem Leben der Mutter aus Dresden kontrastiert die Tochter, die Künstlerin, Bilder ihrer eigenen Kindheit in Argentinien und verwendet dafür Dokumente aus dem überlieferten Familienfundus. In ihren gestalteten Buchobjekten befinden sich auf dem Hintergrund von Foto- und anderen Dokumenten sowohl kleine Objekte als auch Gedichte in deutscher Sprache verschiedener Autorinnen und Autoren, die ebenso ins Exil getrieben worden sind.
Diese Ausstellung eignet sich für selbstforschendes Lernen zu den Themen: NS-Diktatur am Beispiel der Familie Reizes, Vertreibung und Flucht sowie Exil.
Mit freundlicher Unterstützung von:

In Kooperation mit


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Eröffnung der Ausstellung „TRANSIT – Bilder aus dem Exil“ | 08.11.2025
Der Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof lädt Sie gemeinsam mit Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. herzlich zur Ausstellungseröffnung von TRANSIT – Bilder aus dem Exil ein. Die Ausstellung setzt sich mit den Themen Verfolgung, Flucht und Exil einer Dresdner jüdischen Familie in den Werken der argentinischen Künstlerin Mónica Laura Weiss auseinander. Die argentinische Künstlerin Mónica Laura Weiss ist die Tochter und Enkelin der Familie Reizes, einer jüdischen Familie aus Dresden, die …
Der Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof lädt Sie gemeinsam mit Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. herzlich zur Ausstellungseröffnung von TRANSIT – Bilder aus dem Exil ein. Die Ausstellung setzt sich mit den Themen Verfolgung, Flucht und Exil einer Dresdner jüdischen Familie in den Werken der argentinischen Künstlerin Mónica Laura Weiss auseinander. Die argentinische Künstlerin Mónica Laura Weiss ist die Tochter und Enkelin der Familie Reizes, einer jüdischen Familie aus Dresden, die aus ihrem Urlaub 1933 in Marienbad nicht mehr in ihr Zuhause nach Dresden zurückkehren konnten. Die familiären deutsch-jüdischen Wurzeln und die langen Schatten der Vergangenheit verarbeitet die argentinische Künstlerin Mónica Laura Weiss in ihren Werken. Ihre Bilder spiegeln Motive der Verfolgung und Flucht, der verlorenen Heimat und der Erfahrung einer Existenz im Spannungsfeld zweier Kulturen wider.
WANN: Donnerstag, den 8. Januar 2026 um 18:00 Uhr.WO: Ausstellung im KABINETT, Zentralwerk e.V., Riesaer Straße 32
Programm:
Grußworte: Annekatrin Klepsch, (Kulturbürgermeisterin der Stadt Dresden) und Ekaterina Kulakova (Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Dresden und des Landesverband Sachsen der Jüdischen Gemeinden)
Laudatio: Dr. Gabriele Knapp (Berlin)
Musik: Max Loeb Garcia (Dresden)
Film: „OMITA“ – Transit (Regie: Michel Steinberg, Berlin)
Der Film beleuchtet dokumentarisch die familiäre Fluchtgeschichte). Der Regisseur ist Neffe von Monica Laura Weiss und bei der Eröffnung ebenfalls anwesend.
Die Ausstellung kann vom 9. Januar bis 8. Februar 2026 besucht werden.
Mit freundlicher Unterstützung von:

Mitveranstalter:

In Kooperation mit


Veranstaltungen
Erinnerung an Novemberpogrome 2025 | 9.11.2025 – 18 Uhr am ALB | 07.11.2025
‘Ich bitte euch. Seid Menschen, seid Menschen!`- Die Worte von Margot Friedländer sind heute aktueller denn je. Miteinander reden und nach Lösungen suchen, damit sich das, was passiert ist, nicht wiederholt – dazu wollen wir das diesjährige Gedenken an die Novemberpogrome vor 87 Jahren nutzen. Hierfür lädt die Initiative „Herz statt Hetze” am 09.11.2025 ab 18:00 Uhr zu einem Gedenken an den 87. Jahrestag der …
‘Ich bitte euch. Seid Menschen, seid Menschen!`- Die Worte von Margot Friedländer sind heute aktueller denn je. Miteinander reden und nach Lösungen suchen, damit sich das, was passiert ist, nicht wiederholt – dazu wollen wir das diesjährige Gedenken an die Novemberpogrome vor 87 Jahren nutzen.
Hierfür lädt die Initiative „Herz statt Hetze” am 09.11.2025 ab 18:00 Uhr zu einem Gedenken an den 87. Jahrestag der Reichspogromnacht am Alten Leipziger Bahnhof, Eisenbahnstraße 1 in Dresden ein.
Im Anschluss findet in den Räumen der Synagoge der Jüdischen Kultusgemeinde Dresden ein dem Anlass gewidmetes Programm statt.

Veranstaltungen
Irena Rüther-Rabinowicz – eine audiovisuelle biografische Annäherung | 12.9.2025, 20 Uhr Blaue Fabrik | 05.09.2025
Zu diesem Projekt wurden wir durch die Ausstellung „Jahrhundertzeugin. Irena Rüther-Rabinowicz – Auf den Spuren einer jüdischen Künstlerin“, die im April bis August 2024 in der Städtischen Galerie Dresden gezeigt wurde, angeregt. Irena Rüther-Rabinowicz war eine jüdische Künstlerin und gehörte zu den drei ersten Frauen, die 1919 an der Kunstakademie Dresden immatrikuliert wurde, wo sie zur gleichen Zeit wie Otto Dix studierte. Später wurde sie freischaffende …
Zu diesem Projekt wurden wir durch die Ausstellung „Jahrhundertzeugin. Irena Rüther-Rabinowicz – Auf den Spuren einer jüdischen Künstlerin“, die im April bis August 2024 in der Städtischen Galerie Dresden gezeigt wurde, angeregt.
Irena Rüther-Rabinowicz war eine jüdische Künstlerin und gehörte zu den drei ersten Frauen, die 1919 an der Kunstakademie Dresden immatrikuliert wurde, wo sie zur gleichen Zeit wie Otto Dix studierte. Später wurde sie freischaffende Künstlerin. 1934 wurden sie und ihr Mann Hubert Rüther mit einem Ausstellungsverbot belegt. Da Hubert Rüther dem Druck der Nazis zur Beendigung ihrer Mischehe nicht nachgab, wurde sie nicht deportiert, jedoch nach der Pogromnacht 1938 für einige Wochen inhaftiert. Ab April 1943 wurde Irena Rüther-Rabinowicz zur Zwangsarbeit in einer Kartonfabrik verpflichtet. Am 16. Februar 1945 sollten die letzten in Dresden noch lebenden Jüdinnen und Juden in das KZ Theresienstadt deportiert werden. Der alliierte Luftangriff vom 13. Februar verhinderte die geplante Deportation. Nach dem verheerenden Krieg nahm sie als Künstlerin wieder am kulturellen Leben der Stadt Dresden teil und trat besonders als Porträtistin in Erscheinung. Irena Rüther-Rabinowicz starb 1979 in Dresden und wurde auf dem Friedhof in Loschwitz beerdigt.
Im Sandstein Verlag liegt eine von der Städtischen Galerie Dresden herausgegebene Monographie vor.
Beteiligte Künstler
- Anna Quitzke: voice performance
- Günter Heinz: music performance
- Jo Siamon Salich: interactive visuals
- Andre Bartetzki: sounds
- music composition: Andre Bartetzki und Günter Heinz
Wir bedanken uns für die Unterstützung und Anregungen durch Städtische Galerie Dresden, Dr. Johannes Schmidt, Richard Stratenschulte, Matthias Müller, Prof. Dr. Schröder, Ingo Bobe, Lucia Maria Kunz und allen weiteren Beteiligten.
Der Eintritt ist frei.
Gefördert vom Stadtbezirk Neustadt.
Veranstaltungen
Wie geht es weiter? Informationsabend und Diskussion | 11. September 2025, 18 Uhr | 01.09.2025
Wir laden Sie herzlich zum Informations- und Diskussionsabend über den aktuellen Entwicklungsstand zur geplanten "Gedenk- und Begegnunsstätte am Alten Leipziger Bahnhof" ein. Nach einer kurzen Einführung in die letzten Entwicklungen und in das durch den Förderkreis 2025 erarbeitete Konzept diskutieren wir mit Vertreter*innen aus Politik, Gesellschaft und Stadtverwaltung über die nächsten Schritte. Das ganze findet statt am 11. September 2025, ab 18 Uhr in der …
Wir laden Sie herzlich zum Informations- und Diskussionsabend über den aktuellen Entwicklungsstand zur geplanten „Gedenk- und Begegnunsstätte am Alten Leipziger Bahnhof“ ein. Nach einer kurzen Einführung in die letzten Entwicklungen und in das durch den Förderkreis 2025 erarbeitete Konzept diskutieren wir mit Vertreter*innen aus Politik, Gesellschaft und Stadtverwaltung über die nächsten Schritte.
Das ganze findet statt am 11. September 2025, ab 18 Uhr in der Blauen Fabrik, Eisenbahnstraße 1. Wir freuen uns auf ihr kommen.
Der Alte Leipziger Bahnhof ist ein zentraler Ort der Dresdner NS-Geschichte: Von hier aus wurden Jüdinnen und Juden sowie Sint*izze und Rom*nja aus Sachsen deportiert. Seit Jahren wird über die Entwicklung des Areals zu einem Gedenk-, Bildungs- und Begegnungsort diskutiert – doch der Grundstückserwerb stagniert, die Umsetzung kommt nur sehr schwer voran.
Der Gedenkort Alter Leipziger Bahnhof e.V. stellt daher der Öffentlichkeit am 11. September 2025, ab 18 Uhr in der Blauen Fabrik, Eisenbahnstraße 1 sein Konzept für eine Gedenk- und Begegnungsstätte vor und lädt im Anschluss zum Podiumsgespräch ein. Gemeinsam mit Vertreter*innen aus Politik und Stadtgesellschaft wollen wir diskutieren, wie die Planungen endlich Fahrt aufnehmen können und woran es aktuell hakt.
Wir freuen uns auf folgende Podiumsgäste:
- Renate Aris, Holocaust-Überlebende und Mitglied des Förderkreises ALB
- Annekatrin Klepsch, Bürgermeisterin für Kultur, Wissenschaft und Tourismus
- André Lang und Steffen Heidrich, Gedenkort Alter Leipziger Bahnhof e.V.
- Katrin Tauber, Amtsleiterin, Amt für Hochbau und Immobilienverwaltung der LH Dresden
- Christian Demuth, Stadtbezirksbeirat Dresden – Neustadt (SPD)
Veranstaltungen
„Schweigen. Stille.“ Lesung und Gespräch |31.03.|18.00-20.30 | 12.03.2025
Wir laden herzlich ein zu einer Lesung und Gesprächsrunde im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus am 31. März 2025, ab 18 Uhr im Zentralwerk, die durch verschiedene Initiativen getragen wird. Gemeinsam wollen wir die Bedeutung von Erinnerungskultur reflektieren und über die Kontinuitäten rassistischer Gewalt diskutieren. Wir lesen aus „Ukraine ohne Juden“ von Wassilij Grossman sowie aus der Rede von Tanja Maljartschuk „Hier ist immer …
Wir laden herzlich ein zu einer Lesung und Gesprächsrunde im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus am 31. März 2025, ab 18 Uhr im Zentralwerk, die durch verschiedene Initiativen getragen wird. Gemeinsam wollen wir die Bedeutung von Erinnerungskultur reflektieren und über die Kontinuitäten rassistischer Gewalt diskutieren. Wir lesen aus „Ukraine ohne Juden“ von Wassilij Grossman sowie aus der Rede von Tanja Maljartschuk „Hier ist immer Gewalt. Hier ist immer Kampf.“ Musikalische Begleitung wird es u.a. von Marenka Brügge geben. Anschließend laden wir zum Gespräch über Erinnerung und Verantwortung ein.
Alle Infos & Einladung hier: pokubi – Veranstaltungsankündigung
Veranstaltungen
Präsentation des Konzepts für eine Gedenk- und Begegnungsstätte | 08.01.2025
Seit August 2024 arbeitet ein Team des Förderkreises Alter Leipziger Bahnhof an einem Nutzungskonzept für eine künftige Gedenk- und Begegnungsstätte. Die Ergebnisse werden am 16. Januar 2024, 16-18 Uhr im Kulturrathaus Dresden, Königstraße 15, 01097 Dresden vorgestellt. Nach erfolgter Ausschreibung im Frühjahr 2024 entwickeln wir im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden, vertreten durch das Amt für Kultur und Denkmalschutz ein Nutzungs- und Betreiberkonzept für den Alten …
Seit August 2024 arbeitet ein Team des Förderkreises Alter Leipziger Bahnhof an einem Nutzungskonzept für eine künftige Gedenk- und Begegnungsstätte. Die Ergebnisse werden am 16. Januar 2024, 16-18 Uhr im Kulturrathaus Dresden, Königstraße 15, 01097 Dresden vorgestellt.
Weiterlesen: Neuigkeiten und VeranstaltungenNach erfolgter Ausschreibung im Frühjahr 2024 entwickeln wir im Auftrag der Landeshauptstadt Dresden, vertreten durch das Amt für Kultur und Denkmalschutz ein Nutzungs- und Betreiberkonzept für den Alten Leipziger Bahnhof. Das Projekt umfasste eine umfangreiche Recherche zu vergleichbaren Erinnerungsorten bundesweit und in Europa sowie einen Beteiligungsprozess auf Basis einer im Vorfeld entwickelten Konzeptionsstudie.
In einem Proof-of-Concept-Verfahren wurden bis November 2024 27 Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft, der jüdischen Community und der Stadtverwaltung sowie wissenschaftliche Expertinnen und Experten zu ihren Perspektiven auf die räumlichen und konzeptionellen Vorschläge zur Integration der drei empfohlenen Nutzungen am Alten Leipziger Bahnhof befragt:
- Gedenkort für die Opfer des Nationalsozialismus und NS-Dokumentationsstelle
- Begegnungsort mit Fokus auf jüdische Gegenwartskultur
- Ort von verkehrsgeschichtlich herausragender Bedeutung
Auf Basis der Interviews erfolgte eine konzeptionelle Fortschreibung.
Ablaufplan der Veranstaltung:
- Eröffnung durch die Beigeordnete für Kultur, Wissenschaft und Tourismus
- Präsentation der Ergebnisse der Interviews und Recherchearbeit zu vergleichbaren Orten durch das Projektteam des Gedenkorts Alter Leipziger Bahnhof e. V. (Steffen Heidrich, Aletta Beck, Rebecka Schlecht und Claudia Jerzak)
- Diskussion der Ergebnisse an vier Thementischen
- Zusammenführung der Ergebnisse im Plenum
Anmeldung: Bis zum 13. Januar 2025 mit einer formlosen E-Mail an geschaeftsbereich-kultur@dresden.de
Veranstaltungen
Wandinstallation „The Equation“ von Idan Golko in der Blauen Fabrik | 04.12.2024
Am Donnerstag, den 5. Dezember 2024 um 19 Uhr zeigt die Blaue Fabrik im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Erinnern – Bilden – Begegnen" in Kooperation mit dem Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof die Wandinstallation "The Equation" des israelischen Künstlers und Fotografen Idan Golko. Die Wandinstallation „The Equation“ (Deutsch: Die Gleichung) spürt dem eindringlichen Vermächtnis des Überlebens durch die Geschichte von Idan Golkos Großvater nach, der als Dreizehnjähriger zehn Monate …
Am Donnerstag, den 5. Dezember 2024 um 19 Uhr zeigt die Blaue Fabrik im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Erinnern – Bilden – Begegnen“ in Kooperation mit dem Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof die Wandinstallation „The Equation“ des israelischen Künstlers und Fotografen Idan Golko.
Die Wandinstallation „The Equation“ (Deutsch: Die Gleichung) spürt dem eindringlichen Vermächtnis des Überlebens durch die Geschichte von Idan Golkos Großvater nach, der als Dreizehnjähriger zehn Monate lang Auschwitz überlebte, nachdem er brutal von seiner Familie getrennt wurde.
Basierend auf umfangreichen Recherchen enthüllt Golko auf einer großen Ermittlungswand Gesichter und Hintergründe von Personen, die zu dieser Zeit in Auschwitz stationiert waren, und bietet so einen komplexen Blick auf die Ursprünge von Trauma. Seine Reise untersucht das Konzept der „mentalen DNA“ und das transformative Potenzial, das freigesetzt wird, wenn man der Dunkelheit trotzt, indem man das Leben wählt. Die Ausstellung lädt die Betrachter*innen ein, über das Überleben als Zeugnis für Resilienz nachzudenken, und über die Fähigkeit der menschlichen Psyche, das Leben auch im Angesicht furchtbaren Leids noch zu bejahen.
The Equation lädt dazu ein, eine tiefgreifende Entwicklung vom Überleben zur Hoffnung und zu einer unerschütterlichen Hingabe an das Leben nachzuempfinden.
Idan Golko (*1976) ist ein israelischer Fotograf, der in seinen schwarz-weiß Fotografien „das alltägliche Leben, von Menschen, die in der Welt funktionieren, auf dem Weg zur Arbeit, in Zügen, Bussen, auf der Straße“ dokumentiert:
„Es scheint, dass diese Leute nicht rebellieren, nicht gegen den Rahmen treten; Sie funktionieren und gehören angeblich dazu. Die Entscheidung, dazuzugehören, fasziniert und stört mich zugleich, da sie für mich nicht selbstverständlich ist. Das ist der Grund, warum in den meisten meiner Fotografien die Menschen allein sind, mit ihrer eigenen Identität und ihrem eigenen Drama.“
Im Anschluss gibt es um 20 Uhr ein Konzert mit dem deutsch-israelischen IDO SPAK TRIO.
Veranstaltungen
Vortrag am 21.11.2024: Erinnerung an das Rigaer Ghetto | 07.11.2024
Am 21. Januar 1942 wurden etwa 785 Juden aus Leipzig und Dresden in das Ghetto Riga deportiert. Es war der erste Massentransport von Juden aus Dresden in die besetzten Gebiete im Osten. Die Deportation begann am Güterbahnhof Dresden-Neustadt – heute bekannt als „Alter Leipziger Bahnhof“. Im Vortrag von Andrejs Zacarinnijs und Yuliya Tereshchenko vom Museum des Rigaer Ghettos und Holocaust in Lettland erfahren wir mehr …
Am 21. Januar 1942 wurden etwa 785 Juden aus Leipzig und Dresden in das Ghetto Riga deportiert. Es war der erste Massentransport von Juden aus Dresden in die besetzten Gebiete im Osten. Die Deportation begann am Güterbahnhof Dresden-Neustadt – heute bekannt als „Alter Leipziger Bahnhof“. Im Vortrag von Andrejs Zacarinnijs und Yuliya Tereshchenko vom Museum des Rigaer Ghettos und Holocaust in Lettland erfahren wir mehr über das Rigaer Ghetto, die Verbindung zwischen diesen beiden Orten und unsere gemeinsame Geschichte.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Bündnis gegen Antisemitismus Dresden und Ostsachsen und des Förderkreises Alter Leipziger Bahnhof.
Ort:
Blaue Fabrik e.V., Eisenbahnstraße 1
Datum:
21. November 2024, 19 Uhr
Online-Teilnahme möglich. Anmeldung per E-Mail an bga.ostsachsen@raa-sachsen.de
ACHTUNG: Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.
Hinweis: Derzeit ist in der Blauen Fabrik auch die Ausstellung „Ausgewiesen! 28. Oktober 1938 – Die Geschichte der ‚Polenaktion‘“ zu sehen. Nach dem Vortrag haben Sie die Möglichkeit, die Ausstellung zu besuchen.
Veranstaltungen
Ausgewiesen! 28. Oktober 1938. Die Geschichte der „Polenaktion“ | 26.09.2024
Wanderausstellung: Eröffnung: 28. Oktober 2024, 19 Uhr, Blaue Fabrik, Eisenbahnstraße 1, 01097 Dresden; Öffnungszeiten: 28. Oktober – 1. Dezember 2024, Mo und So, 14-18 Uhr, Do, 10-14 Uhr. Ein Projekt des Aktiven Museums – Faschismus und Widerstand in Berlin e.V., erweitert für Dresden durch den Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof. Am 28. Oktober 1938 wies das Deutsche Reich etwa 17.000 Jüdinnen und Juden polnischer Nationalität unter …
Wanderausstellung: Eröffnung: 28. Oktober 2024, 19 Uhr, Blaue Fabrik, Eisenbahnstraße 1, 01097 Dresden; Öffnungszeiten: 28. Oktober – 1. Dezember 2024, Mo und So, 14-18 Uhr, Do, 10-14 Uhr.
Ein Projekt des Aktiven Museums – Faschismus und Widerstand in Berlin e.V., erweitert für Dresden durch den Förderkreis Alter Leipziger Bahnhof.
Am 28. Oktober 1938 wies das Deutsche Reich etwa 17.000 Jüdinnen und Juden polnischer Nationalität unter Zwang nach Polen aus. Die Betroffenen lebten oft seit mehreren Jahrzehnten in Deutschland und verloren durch ihre Deportation über Nacht ihre gesamte wirtschaftliche und soziale Existenz.
Die Wanderausstellung „Ausgewiesen! 28. Oktober 1938. Die Geschichte der ‘Polenaktion‘“ erzählt erstmals die Geschichte der Deportationen im Oktober 1938 und beleuchtet damit ein bis heute in der Erinnerung wenig präsentes Kapitel der nationalsozialistischen Verfolgungsgeschichte.
Für Dresden wurde die durch das Aktive Museum – Faschismus und Widerstand in Berlin e.V. umgesetzte Ausstellung durch eine regionale Einführung und lokale Biographien ergänzt.

Eröffnung der Ausstellung
Der Förderkreis Gedenk-, Lern- und Begegnungsort Alter Leipziger Bahnhof lädt herzlich ein zur Vernissage am
28. Oktober 2024, 19 Uhr
Blaue Fabrik, Eisenbahnstraße 1, 01097 Dresden
Es sprechen Ekaterina Kulakova, Jüdische Gemeinde zu Dresden, Dr. Alina Bothe, Kuratorin der Ausstellung und Projektleiterin #lastseen und Sylvia Fischer, Tochter von Betroffenen der Zwangsausweisung aus Dresden.
Musikalische Begleitung durch Almut Lessing, Dudu Zemach und Sebastian Römisch
Öffnungszeiten (vom 1. November bis 1. Dezember 2024)
Montag, 14-18 Uhr,
Donnerstag, 10-14 Uhr,
Sonntag, 14-18 Uhr
Anmeldung für Gruppen: team[at]alter-leipziger-bahnhof.net
(Eintritt frei)
Das Projekt wurde von der Sanddorf Stiftung und von der Ursula Lacnit-Fixson Stiftung gefördert. Die Dresdner Ausstellung wurde ermöglicht durch die Förderung des Amtes für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden und den Stadtbezirksbeirat Dresden-Neustadt.

Veranstaltungen
Erinnerung im Judentum | 17.08.2024
Am 29. August 2024 findet in der Blauen Fabrik ein Vortrag von Rabbiner Moshe Barnett (Vorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde Dresden e.V.) über die Bedeutung und Praxis von Erinnerung im Judentum statt. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Erinnern – Bilden – Begegnen", welche 2024 zum zweiten Mal stattfindet. Der Eintritt ist frei. 29. August 202418 UhrEintritt frei Blaue FabrikEisenbahnstraße 101097 Dresden
Am 29. August 2024 findet in der Blauen Fabrik ein Vortrag von Rabbiner Moshe Barnett (Vorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde Dresden e.V.) über die Bedeutung und Praxis von Erinnerung im Judentum statt. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Erinnern – Bilden – Begegnen“, welche 2024 zum zweiten Mal stattfindet. Der Eintritt ist frei.
29. August 2024
18 Uhr
Eintritt frei
Blaue Fabrik
Eisenbahnstraße 1
01097 Dresden
